Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Kontaktallergie, Kontaktekzem

Was ist die Ursache von Kontaktekzem und Kontaktallergie? Welche Behandlung der Kontaktallergien sind möglich im Hautzentrum in München?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

"Was ist eine Kontaktekzem?"

Das "Kontaktekzem" ist eine entzündliche, rötliche Hautreaktion auf äußere Reize. Betroffen davon kann jede Hautstelle des Körpers sein - am häufigsten trifft es aber Gesicht und Hände. Der äußere Reiz kann sein ein aggressiver, hautschädigender Stoff (z.B. eine Säure, Lösungsmittel, Seife, Urin) - man spricht dann von einem "toxischen" Kontaktekem. Es kann sich aber auch um eine Substanz handeln, gegen die der Körper allergisch reagiert (z.B. Parfüm, unechter Metallschmuck, Gummifarbe) - man spricht vom "allergischen Kontaktekzem". Äußerlich sind beide kaum voneinander zu unterscheiden. 

"Wie entsteht ein Kontaktekzem?"

Eine ungeschützte Hautstelle ist mit dem verursachenden Stoff in Berührung gekommen. Auch bei bisher gut verträglichen Stoffen kann mit der Zeit die Schutzbarriere der Haut überfordert sein, sodaß die Haut rot wird, juckt und brennt. Beim allergischen Kontakekzem mußte der Körper bei häufigeren früheren Hautkontakten eine Allergie entwickelt haben. Das häufigste Kontakt-Allergen ist Nickel. Die typischen Nickelekzemstellen sind die Hautstellen, wo Schmuck, Uhr oder Gürtelschnalle den Körper berühren. Nicht allzu selten entsteht die Krankheit durch Salben oder Medikamente. Kontaktekzeme im Afterbereich (nach Hämorrhoidenbehandlung) oder an den Beinen bei Krampfadern Auch Dämpfe oder Nahrungsmittel können Kontaktekzeme verursachen; man nennt sie dann "aerogenes Kontaktekzem" und "hämatogenes Kontaktekzem". 

"Ist ein Kontaktekzem gefährlich?"

Wie man`s nimmt. Eine Lebensgefahr besteht natürlich durch das Ekzem nicht; insofern ist es harmlos. Eine gewisse Gefährlichkeit kann aber bestehen, weil das Kontaktekzem beruflicher Natur sein kann und dann unter Umständen zur Berufsaufgabe zwingt. Kontaktekzeme sind die häufigste Ursache von anerkannten Berufskrankheiten. Wenn der Auslöser des Ekems nicht beseitigt wird, kann es "chronisch" werden und sich über den ganzen Körper ausdehnen ("streuen"). Zur Bekämpfung werden dann immer stärkere Medikamente benötigt.

"Sind Kontaktekzeme heilbar?"

Eindeutig ja.Solange sich die Erkrankung nicht chronifiziert hat, kann eine Abheilung praktisch immer herbeigeführt werden.

"Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?"

1) Zur Abheilung und zum Schutz vor einem Neuauftreten sollten Sie versuchen, den Kontakt mit den ermittelten unverträglichen Stoffen zu vermeiden (soweit möglich). Zumindest die Dauer, Intensität und Häufigkeit des Kontaktes sollte vermindert werden. 
2) Prägen Sie sich den Namen und das Vorkommen "Ihres" Kontakstoffes ein, damit sie eventuelle Kontakte besser vermeiden können
3) Tragen Sie Ihren Allergiepaß immer bei sich, falls Ihnen ein solcher Paß ausgestellt wurde
4) Bei beruflichem Kontakt sollte die Berufsgenossenschaft informiert werden, um Sie an Ihrem Arbeitsplatz zu schützen. 
5) Schon der Verdacht auf eine beruflich bedingte Hautkrankheit sollte Sie zur Untersuchung zum Hautarzt führen. Im Frühstadium kann Sie die Berufsgenossenschaft so besser schützen; im Spätstadium steht Ihnen vielleicht eine Umschulung oder Rente zu. 
6) Bei Kontaktekzem an den Händen schützen Sie die Haut bis zur Abheilung am besten durch dünne Baumwollhandschuhe (in Apotheken und großen Kaufhäusern erhältlich). 
7)Bei Handekzemen sollten Sie die Ratschläge unseres Merkblatts zum "Handekzem" beachten. 
8) Pflegen und schützen Sie die angegriffenen Hautstellen regelmäßig
9) Parfums kann man auch auf die Kleidung statt auf die Haut auftragen
10) Bei Gesichtsekzemen sollten Sie auf alkoholhaltige Aftershaves oder Abschminkmittel verzichten

"Die Behandlung des Kontaktekzems"

Der erste Schritt der Behandlung besteht darin, die akuten Beschwerden zu lindern. Am schnellsten und einfachsten gelingt dies durch äußerliche Kortisoncremen. Sie sind bei kurzzeitiger Anwendung harmlos. Bei chronischen Ekzemen muß der Hautarzt eine länger verwendbare, kortisonfreie Behandlung auswählen. Langfristig am wichtigsten ist die Suche nach dem auslösenden Kontaktstoff: wir führen deshalb individuell ausgewählte Allergietestungen und andere Untersuchungen zur Hautbelastbarkeit durch. Manchmal gleicht diese Suche einem Detektivspiel. Nur mit Ihrer Hilfe kann der "Übeltäter" ermittelt werden. Die Seite hermal.de, Hersteller von Allergietest-Substanzen, ist eine sehr nützliche Seite bei der Suche nach Infos zu Kontakt-Allergenen.Wir hoffen, dass Ihnen diese Seiten helfen, Ihre Allergie besser verstehen. Weiter umfangreiche Informationen finden Sie auf unserer Webseite und in den von uns verfassten Büchern.Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser Peschelanger 11, 81735 München, tel. 089-677977 www.drbresser.de 

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