Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Kryotherapie

Was ist Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff? Wo wird Kryotherapie angewendet?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München 

 

"Was ist Kryotherapie"

Kryotherapie oder Kryochirurgie ist der medizinische Ausdruck für Vereisungsbehandlung. Hierbei wird durch Kälteanwendung krankes Hautgewebe entfernt und bei der Heilung durch gesunde Haut ersetzt. Während der Behandlung wird die Haut in wenigen Sekunden auf sehr niedrige Temperaturen abgekühlt - also "eingefroren". Das Wasser der Hautzellen friert; krankes Gewebe geht durch den Kälteschock zugrunde. Dieses Einfrieren wird durch Aufsprühen von Flüssigstickstoff, oder durch Berührung mit abgekühlten Metallsonden oder Wattebäuschen erreicht. Die ausreichende Tiefe und Ausdehnung der Vereisung können wir an der Reaktion und Färbung der vereisten Haut erkennen; im Sonderfall muß mit einer Temperaturmeßnadel gemessen werden.  

"Welche Krankheiten lassen sich mit Kryotherapie behandeln?"

Fast alle oberflächlichen Hautkrankheiten lassen sich damit behandeln. Sehr gute Ergebnisse können erzielt werden bei Warzen, Narbenwülsten (Keloide), gutartigen Pigmentflecken, aber auch bei bestimmten Krebsformen der Haut. Ein Behandlungsversuch lohnt sich auch bei sogenannten Fibromen, Juck-Knoten, Fettanhängseln, Altersflecken, Hautparasiten. 

"Welche Vorteile hat die Vereisungsbehandlung?"

Die Behandlung kann ambulant in meist nur einer einzigen Sitzung durchgeführt werden. Infektionen sind selten, die Wundverbände einfach. Viele kleine Hautveränderungen können in einer Sitzung entfernt werden. Eine örtliche Betäubung ist selten erforderlich, es blutet fast nie. Es entstehen meist relativ schöne Narben. Die Behandlung kann wiederholt werden.  

"Nebenwirkungen der Vereisung

Während der Vereisung und beim Auftauvorgang tritt ein Stechen auf, welches nach 1-2 Minuten wieder verschwindet. Bei Kindern und bei manchen tiefen Vereisungen beim Erwachsenen ist daher eine örtliche Betäubung erforderlich. Regelmäßig muß man durch die Vereisung mit einer teilweise starken Rötung und Schwellung rechnen. Nach 1 - 2 Tagen kann sich eine Wasser- oder Blutblase ausbilden. Diese Blase kann aufplatzen und reichlich Gewebeflüssigkeit absondern. All dies ist völlig normal und zeigt die gewünschte Gewebszerstörung an. Wundinfektionen sind sehr selten. Eine kleine Blase sollte mit einem Pflaster bedeckt werden, große Blasen kann man mit einem sterilen Instrument (z.B. ausgeglühte Nadel) aufstechen. Anschließend täglich mit antiseptischer Salbe abdecken. Nach 1 - 2 Wochen fällt das vereiste kranke Gewebe von selbst ab. Die Wunde verkrustet. Bei Vereisungen im Gesicht kann für einige Tage eine starke aber harmlose Gewebsschwellung um die Augen beobachtet werden. Etwa nach 3 - 4 Wochen ist die Heilung der Hautwunde abgeschlossen. Lediglich nach der Behandlung von sehr tiefen Tumoren kann die Heilung noch länger daueren. In der ersten Zeit nach der Heilung bemerkt man eine zarte, helle Narbe. Diese Narben passen sich aber später sehr oft noch ganz der umgebenden Haut an und fallen dann nicht mehr auf. Eine überschießende, warzige Narbenwucherung nach 2-4 Wochen ist kein Zeichen für eine ungenügende Behandlung. Sie vergeht von selbst oder kann leicht von uns mit der Pinzette entfernt werden. 

"Kann man bösartige Tumoren kryotherapieren?"

Auch bösartige Tumoren können durch Vereisung geheilt werden. Dabei muß jedoch zuvor durch eine Probeentnahme eines kleinen Hautstückes die Art des Tumors gesichert werden. Die Kryochirurgie von Tumoren hat viele Vorteile gegenüber anderen Operationsverfahren. Sie ist bei richtiger Anwendung genauso sicher, ohne daß Sie ins Krankenhaus gehen müssen. Bösartige Tumoren müssen besonders lange und gründlich vereist werden, um sie ganz auszurotten. Daraus folgt, daß die entstehende Wunde besonders groß, geschwollen und nässend sein wird. Nach ca. 10-14 Tagen sollte sich eine harte, schwärzliche, festhaftende Kruste ausgebildet haben. Diese Kruste löst sich spontan nach ca. 1- 4 Wochen (gelegentlich länger). Schmerzen nach der Tumorbehandlung können mit 1 -2 Tabletten Paracetamol (alle 4 - 6 Stunden) beherrscht werden. Sollte sich nach einiger Zeit an der behandelten eine neue Hautveränderung zeigen, so sollten Sie sofort wieder zur Kontrolle zu uns kommen.  

Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser  Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de 

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