von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München Was leistet die Cellulipolyse bei Orangenhaut? Welche Erfolge haben wir damit in München?
Viele Frauen leiden unter einer unschönen, ästhetisch störenden Hautveränderung an den Oberschenkeln und Hüften: der Cellulitis, oder Orangenhaut. Jahrelang war keine vernünftige Behandlungsmöglichkeit dieses Schönheitsproblems bekannt. Heute sind verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bekannt (siehe auch unter Fettentfernung). Eine effektive Behandlungsmethode ist die Cellulipolyse, die im folgenden vorgestellt wird.
Was ist die Cellulitis? Die meisten Frauen verstehen unter Cellulitis die "Orangenhaut" - flache Fettpolster mit kleinen, "orangenschalenförmigen" Einziehungen an den Außenseiten der Oberschenkel, Hüften und am Po. Kosmetikerinnen unterscheiden eine "schwammige" Form der Cellulite (Gewebe wirkt weich und aufgedunsen) von der "verhärteten" Cellulite (Gewebe fühlt sich hart und knotig an). Cellulite ist demnach eine nichtkrankhafte Ansammlung von aufgeblähten Fettzellen an Oberschenkel, Po, Hüfte und Bauch. Fast jede 2. Frau entwickelt mit zunehmendem Alter "Cellulite" - manche mit 20, viele ab dem 40. Lebensjahr. Alles über Ursache und Selbstbehandlung der Cellulite finden Sie unter Stichwort "Cellulite".
"Wie kann die Cellulitis behandelt werden ?" Jahrelang war keine vernünftige Behandlungsmöglichkeit der Cellulite bekannt. Dies hat sich heute geändert. Cellulitis sollte immer möglichst frühzeitig behandelt werden. Schon lange existieren Cellulitecremes aus verschiedenen hormonähnlichen Stoffen. Die meisten Cellulitiscremes mit Pflanzenzusätzen (z.B. mit Mäusedorn, Efeu, Roßkastanien, Algen, Ginseng usw.) konnten bisher nicht überzeugen. Bewährt haben sich Triacana, ein Pflanzenextrakt, und Artischockenauszüge im Rahmen eines mehrstufigen Behandlungskonzepts. Wichtig sind auch die Normalisierung des Körpergewichts und gezielter Sport oder Gymnastik. Unterstützen kann man die Behandlung mit, Wasser-, Vibrations-, Unterwassermassagen oder Lymphdrainage. Ein ähnlicher Effekt kann zuhause mit stoffwechselanregenden Wechselduschen nach Pfarrer Kneipp erzielt werden.
"Was versteht man unter Cellulipolyse?" Jahrelange gute Erfahrungen hat man v.a. in Frankreich mit der Cellulolipolyse gesammelt (Elektro-Liposuction, Reizstrombehandlung). Im Gegensatz zur normalen Fettabsaugung ist die Cellulolipolyse kein operativer Eingriff und schmerzfrei. An über 70000 Patientinnen angewendet, waren über 80 % der behandelten Frauen zufrieden mit dem Behandlungserfolg. Bei der Cellulolipolyse handelt es sich um eine Behandlung, die seit ca. 1987 von französischen Ärzten entwickelt wurde und inzwischen bei mehreren zehntausend Frauen erfolgreich angewendet wurde. Sie besteht aus einer Regulation des Salz-Wassergleichgewichts, Gesundheits- und Diätvorschriften und einer spezifischen transkutanen Elektrotherapie. Mit dem Cellulolipolyse-Gerät erfolgt eine computergesteuerte Cellulite-Behandlung unter Berücksichtigung der individuellen Stoffwechselsituation. Behandlungsziel ist in erster Linie die funktionelle und ästhetische Verbesserung der Haut. Im allgemeinen resultiert auch (als Nebeneffekt) eine messbare Umfangreduzierung der behandelten Körperpartie. Diese Umfangreduzierung ist natürlich nicht vergleichbar mit der Fettreduzierung bei einer Fettabsaugung. Die Cellulolipolyse ist auch weder ein Mittel zur Gewichtsreduzierung oder eine Abmagerungskur. Sehr wohl kann aber eine massvolle Diät den Erfolg der Cellulitebehandlung günstig beeinflussen. Die Cellulolipolyse kann und sollte mit anderen Behandlungsmöglichkeiten kombiniert werden: fettarme Diät, gezieltes Bewegungstraining, Massage, Cellulite-Cremes usw.
Vorbereitung Beim Erstgespräch werden Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ermittelt und vorbestehende Erkrankungen erfragt. Anhand ihrer individuellen Daten (Geschlecht, Grösse, Gewicht) sollte vor der Behandlung eine Korrektur des Salz- und Wasserhaushaltes erfolgen. Bei ausgeprägter Fettleibigkeit, ausgeprägter Hauterschlaffung, Störungen des Körperbildes, Hautkrankheiten über der Cellulite, schweren inneren Erkrankungen, Herzschrittmacher, Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (Marcumar, ASS usw.) sollte auf die Behandlung verzichtet werden. Auch eine innerliche Kortisonbehandlung, Epilepsie, multiple Sklerose oder ein Nierenleiden sprechen gegen die Behandlung.
Für die korrekte Durchführung einer Cellulite-Therapie muss die Menge Ihres Urins während 24 Stunden gemessen werden ( 24 Std-Urin). Sie müssen daher ganz exakt die Menge des Urins über 24 Stunden sammeln. Eine kleine Probe dieses Urins wird im Labor analysiert (Urin-Ionogramm). Ein entsprechender Behälter wird Ihnen zur Abfüllung der Urinprobe ausgehändigt. Bitte vor Behandlungsbeginn Urinprobe und Mengenangabe des 24 Std. Sammelurins mitbringen.
Nach Programmierung des Gerätes werden feine, weiche, sterile Nadeln 4-5 mm tief in das Fettgewebe zwischen Dermis und Hypodermis eingeführt. Dies ist nahezu schmerzlos. Die Elektroden werden an das Cellulolipolysegerät angeschlossen. Die Patientin steigert in den ersten 10 Minuten den Stromfluss selbst auf ein optimales Mass. Zur Vorbeugung von Blutergüssen nehmen Sie an den Tagen der Behandlung ein homöopathisches Mittel ein.
Diät Die Ernährungsumstellung während der Cellulolipolyse hat folgende Ziele: - Verminderung des Fettanteils der Nahrung sofort bei Beginn der Behandlung - ergänzende Eiweisszufuhr (ca. 0,25 - 0,5 g pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht; bei 60 kg Körpergewicht also ca. 15-30 g Eiweiss zusätzlich) - eine mässige Verminderung der Kalorienzahl durch Verminderung der Kohlenhydrate ab dem 11. Betreuungstag; 200-400 kcal täglich weniger
Bitte trinken Sie täglich 1,5- 3 Liter Flüssigkeit. Nehmen Sie die verordneten Salztabletten zu den Mahlzeiten ein (japanische Frauen, die bekanntlich kaum unter Cellulite leiden, essen täglich 15-20 g Salz, Europäerinnen dagegen nur 9-10 g).
Ähnlich der Trennkost sollten Sie Proteine/Eiweissreiche Nahrung und langsam abbaubare Kohlenhydrate in einer Mahlzeit meiden. Bei 14 Hauptmahlzeiten pro Woche (täglich Mittag- und Abendessen) sollten 10-12 vorwiegend protein/eiweissreich sein, und 2-4 vorwiegend kohlenhydrathaltig.
Reich an langsam abbaubaren Kohlenhydraten und Stärke sind folgende Produkte: Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Erbsen, Linsen, Bohnen, Mais Unbegrenzt erlaubt: Rohkost (ausser Roter Beete), Frischgemüse, Pilze Möglichst meiden: alles fetthaltige Reichlich essen: Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt, Fisch, Meeresfrüchte, weisses Fleisch (Huhn, Pute, Kaninchen), Rindfleisch, Eier Verboten: Schweinefleisch, Lammfleisch, Wurst mit hohem Fettgehalt, öl-reiche Produkte, schnell abbaubarer Zucker (weisser Zucker, Schokolade, Kuchen usw)
Nachbehandlung Etwa 6 Wochen nach der letzten Behandlung erfolgt i.a. eine Untersuchung, um das erzielte Ergebnis zu beurteilen. In machen Fällen kann eine Auffrischungsbehandlung sinnvoll sein. Etwa 20% der Patientinnen wünschen eine Auffrischungsbehandlung von ca. 4 Sitzungen alle 2 Jahre.
Ergebnisse Es werden mehrere biologische Effekte beobachtet: - Erhöhung der lokalen Gewebetemperatur - Entzündungshemmung durch niederfrequenten Strom - Eröffnung von Kapillarshunts, Gefässweitstellung, Verbesserung der Mikrozirkulation, verbesserter Stoffwechsel und bessere Durchblutung - Wiederherstellung normaler Salz-Wasser-Verhältnisse im kalten Fettgewebe (dadurch u.a. erniedrigter Gewebewiderstand und besserer Stromfluss) - lokale Katecholaminausschüttung mit lipolytischem Effekt - Abbau der Lipidreserven der Fettzellen (Lipolyse) - rhythmische Kontraktur der subkutanen Bindegewebsfasern (Collagene usw) mit Straffungseffekt
Das ästhetische Ergebnis dieser Veränderungen ist eindeutig. Als Erfolg der Behandlung sieht man 1) glattere Haut 2) Linderung oder Beseitigung des Orangenhaut-Phänomens 3) messbare Umfangverminderung (bis zu einer Konfektionsgrösse) 4) Verminderung von Gefühlsstörungen, Schmerzen usw. im Bereich der Cellulitis Nach grossen französischen Untersuchungen (über 50 000 Frauen) erfolgt eine Umfangsverminderung zwischen 2 und 6 cm. In 85% konnte eine dauerhafte Verbesserung des Hautbildes erzielt werden.
Kosten Die Bildung der Orangenhaut ist nicht als Erkrankung anerkannt, sondern wird als ästhetisches bzw. kosmetisches Problem eingestuft. Obwohl diese Hautveränderungen für die Betroffene erhebliche Beschwerden verursachen kann (Schmerzen, psychische Belastung, Hemmungen usw.), ist eine Cellulite-Behandlung derzeit nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchführbar. Es ist mit Kosten von ca. 85 E/+Mwst pro Behandlung zu rechen.
Wir hoffen, dass diese Informationen Ihnen einen Weg zur Lösung Ihres Celluliteproblems zeigen konnten.
Ihre
dermaPraxis Dr. H. Bresser, Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, http://www.drbresser.de/
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