Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik
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Entgiftung und Fasten
 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
 
Bei einer chronischen Belastung mit Alltagsgiften kann es sinnvoll sein, eine Fastenkur zur Entgiftung durchzuführen. Natürlich kennt die Naturheilkunde noch viele andere Entgiftungsverfahren: die Chelat-Therapie, homöopathisches Ausleiten, Hydro-Colon-Behandlung usw. In unserer Praxis wenden wir einige dieser Verfahren an. Über eine Kombination der einzelnen Verfahren muss im Einzelfall entschieden werden. Wir selbst bieten keine stationären Entgiftungskuren oder Fastenkuren an.
 
"Warum Fasten zur Entgiftung?"
Seit Jahrhunderten wissen wir Menschen, daß gelegentliche freiwillige Fastenkuren unser allgemeines Wohlbefinden steigern und eine innere "Reinigung" herbeiführen können. Fastentage werden daher von allen großen Religionen empfohlen. Katholiken kennen den "fleischlosen" Freitag und andere Fastenwochen im Kirchenjahr. Mohammedaner fasten während des Tages im Fastenmonat. In den Fettdepots des Körpers lagern sich viele Umweltgifte ab. Moderne Untersuchungen haben gezeigt, daß beim Fasten nicht nur Fett verbrannt wird, sondern auch zahlreiche Gifte aus dem Körperfett freigesetzt ("mobilisiert") werden. Gezieltes Fasten kann daher einen entgiftenden Effekt haben. Fasten ist jedoch eine große Anstrengung für den Körper. Nur gesunde Menschen dürfen ohne ärztliche Kontrolle längere Zeit fasten.

 
"Wie funktioniert das Entgiftungsfasten?"
Fettlösliche Gifte werden beim Fasten freigesetzt und über die Leber in den Stuhl ausgeschieden. Eine erneute Aufnahme in den Körper muß man verhindern. Beim Entgiftungsfasten wird daher Medizinalkohle und Paraffin eingenommen, um die Gifte im Stuhl zu binden. Entgiftungsfasten ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die weitere Giftbela
stung außen eingestellt wird.
 
"Wie faste ich richtig?"
Es gibt zahlreich bewährte Formen des Fastens. Jede hat ihre Berechtigung, wenn sie richtig durchgeführt wird. Das im folgenden vorgestellte Entgiftungsfasten kombiniert einzelne Elemente mehrerer Fastenformen. Es ist so ausgelegt, daß es ungefährlich und selbstständig auch im Alltag praktiziert werden kann. Zur näheren Beschäftigung mit dem Fasten empfehle ich als weitergehende Lektüre: Dr. H. Lützner: Wie neugeboren durch Fasten. GU-Verlag.

 
"Praktisches Vorgehen"
1. Medizinalkohle und Paraffinöl in Apotheke besorgen
2. Kohle und Öl im Verhältnis 9:1 mischen (ungefähr, muß nicht exakt sein)
3. Falls starke Abneigung gegen Kohle oder Paraffinöl besteht, kann
    auch das eine oder andere allein verwendet werden

4. Bei normaler, leichter Kost mit der Einnahme des Bindemittels
    beginnen: 3 x täglich 1 Kaffeelöffel bis 3 x täglich 1 Eßlöffel    Kohle/Paraffinöl     einnehmen. Bei Verstopfungsneigung weniger, bei dünnem Stuhl mehr.

5. Sobald Stuhl ganz schwarz ist, Nulldiät beginnen.
6. 3 Tage lang nichts essen, nur viel trinken. 3 x täglich Kohle/Paraffinöl einnehmen.
7. An Fastentagen viel trinken (mindestens 3 Liter), Urin soll ganz hell sein. Erlaubt ist Kräutertee (Kamille, Malve, Melisse), Früchtetee
    (Hagebutte, Fenchel, Apfelschale), dünne Gemüsebrühe (keine Fertigbrühe),
    Gemüsefrischsaft (verdünnt aus Reformhaus).

8. Am 4. Tag "Fastenbrechen" mit 1 Apfel am Morgen, Suppen,
    leichte Kost, nichts Fettes oder Gebratenes.

9. Bei Schwindel- oder Schwächegefühl sollte man das Fasten unterbrechen
10. Das Entgiftungsfasten kann alle 2 Wochen wiederholt werden
11. Bei Untergewicht oder Vorerkrankungen nur nach Rücksprache fasten

Bitte niemals vergessen: Fasten und Entgiftungsverfahren können tief in viele Lebensvorgänge eingreifen. Bitte besprechen Sie jede Entgiftungsbehandlung oder Fastenkur zuvor mit Ihrem Hausarzt oder Internisten.
Ihre
dermaPraxis
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