Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik
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Entgiftung bei Hautkrankheiten und Allergie 

Welche Entgiftungsverfahren der Naturheilkunde helfen bei Dermatosen und Allergien?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

Die Naturheilkunde versteht unter "Entgiftung" etwas anderes als die Schulmedizin. Aus der Sicht der wissenschaftlichen Medizin entstehen Krankheiten nur in den seltensten Fällen durch eine Vergiftung: zB bei Chemieunfällen in Fabriken, beim versehentlichen Essen oder Trinken von Insektengift, beim Einatmen von giftigen Autoabgasen... Der Begriff Entgiftung wird auch häufig für den ersten Schritt eines Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenentzugs verwendet - dem Körper wird das "Drogengift" entzogen.  Entgiftung in der wissenschaftlichen Medizin erfolgt mit chemischen, biologischen und biochemischen Verfahren auf speziellen internistischen Stationen. Viele naturheilkundliche Therapeuten dagegen sprechen von Entgiftung, wenn Sie über Blut, Haut, Darm, Ernährung, Bewegung, Schweiß usw die Belastung des Körpers mit Pilzen, Genussgiften, Amalgam, Stoffwechselendprodukten,  Schwermetallen vermindern wollen und/oder Milz, Leber, Knochenmark und das Immunsystem "entlasten". Die Naturheilkunde kennt dazu viele Entgiftungsverfahren: Fasten, Sauna, Bewegung,  Ölziehen, die Chelat-Therapie, homöopathisches Ausleiten, Hydro-Colon-Behandlung usw. Bei einer chronischen Belastung mit Alltagsgiften kann es auch sinnvoll sein, eine Fastenkur zur Entgiftung durchzuführen. In unserer Praxis wenden wir einige dieser Verfahren vor allem bei Allergien und Hautkrankheiten an. Über eine Kombination der einzelnen Verfahren muss im Einzelfall entschieden werden. Entgiftungsbehandlungen bei inneren Erkrankungen führen wir nicht durch, da sie nicht in unser Fachgebiet fallen.

 

"Warum Fasten zur Entgiftung?"
Seit Jahrhunderten wissen wir Menschen, daß gelegentliche freiwillige Fastenkuren unser allgemeines Wohlbefinden steigern und eine innere "Reinigung" herbeiführen können. Fastentage werden daher von allen großen Religionen empfohlen. Katholiken kennen den "fleischlosen" Freitag und andere Fastenwochen im Kirchenjahr. Mohammedaner fasten während des Tages im Fastenmonat. In den Fettdepots des Körpers lagern sich viele Umweltgifte ab. Moderne Untersuchungen haben gezeigt, daß beim Fasten nicht nur Fett verbrannt wird, sondern auch zahlreiche Gifte aus dem Körperfett freigesetzt ("mobilisiert") werden. Gezieltes Fasten kann daher einen entgiftenden Effekt haben. Fasten ist jedoch eine große Anstrengung für den Körper. Nur gesunde Menschen dürfen ohne ärztliche Kontrolle längere Zeit fasten.

 

"Wie funktioniert das Entgiftungsfasten?"
Fettlösliche Gifte werden beim Fasten freigesetzt und über die Leber in den Stuhl ausgeschieden. Eine erneute Aufnahme in den Körper muß man verhindern. Beim Entgiftungsfasten wird daher Medizinalkohle und Paraffin eingenommen, um die Gifte im Stuhl zu binden. Entgiftungsfasten ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die weitere Giftbelastung außen eingestellt wird.

"Wie faste ich richtig?"
Es gibt zahlreich bewährte Formen des Fastens. Jede hat ihre Berechtigung, wenn sie richtig druchgeführt wird. Das von mir vorgeschlagene Entgiftungsfasten kombiniert einzelne Elemente mehrerer Fastenformen. Es ist so ausgelegt, daß es ungefährlich und selbstständig auch im Alltag praktiziert werden kann. Zur näheren Beschäftigung mit dem Fasten empfehle ich als weitergehende Lektüre: Dr. H. Lützner: Wie neugeboren durch Fasten. GU-Verlag.

 

"Praktisches Vorgehen"
1. Medizinalkohle und Paraffinöl in Apotheke besorgen
2. Kohle und Öl im Verhältnis 9:1 mischen (ungefähr, muß nicht exakt sein)
3. Falls starke Abneigung gegen Kohle oder Paraffinöl besteht, kann
    auch das eine oder andere allein verwendet werden

4. Bei normaler, leichter Kost mit der Einnahme des Bindemittels
    beginnen: 3 x täglich 1 Kaffeelöffel bis 3 x täglich 1 Eßlöffel Kohle/Paraffinöl     einnehmen. Bei Verstopfungsneigung weniger, bei dünnem Stuhl mehr.

5. Sobald Stuhl ganz schwarz ist, Nulldiät beginnen.
6. 3 Tage lang nichts essen, nur viel trinken. 3 x täglich Kohle/Paraffinöl einnehmen.
7. An Fastentagen viel trinken (mindestens 3 Liter), Urin soll ganz hell sein.
    Erlaubt ist Kräutertee (Kamille, Malve, Melisse), Früchtetee
    (Hagebutte, Fenchel, Apfelschale), dünne Gemüsebrühe (keine Fertigbrühe),
    Gemüsefrischsaft (verdünnt aus Reformhaus).

8. Am 4. Tag "Fastenbrechen" mit 1 Apfel am Morgen, Suppen,
    leichte Kost, nichts Fettes oder Gebratenes.

9. Bei Schwindel- oder Schwächegefühl sollte man das Fasten unterbrechen
10. Das Entgiftungsfasten kann alle 2 Wochen wiederholt werden
11. Bei Untergewicht oder Vorerkrankungen nur nach Rücksprache fasten

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine allgemeinen Fastenkuren z.B. zur Gewichtsabnahme oder bei inneren Krankheiten betreuen können. Dafür sollten Sie sich an den naturheilkundlich orientierten Internisten oder Hausarzt wenden.

Ihre dermaPraxis Dr. H. Bresser, Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de 

 
Diese Informationen dienen ausschliesslich der Betreuung unserer Patienten. Vervielfältigung, auch ausschnittweise, ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung gestattet. Copyright Dr. H. Bresser, Peschelanger 11, 81735 München


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