Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik
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Frisörekzem
 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

Auszubildende im Friseurberuf
 
Auszubildende und Berufstätige im Friseurberuf sind besonderen Belastungen ihrer Hände ausgesetzt. Wir möchen Ihnen im folgenden einige Hinweise geben, wie Sie Ihre Haut vor den Gefahren des Friseurlebens schützen können.
 
"Warum ist die Haut im Friseurberuf besonders gefährdet?"
Durch die häufigen Arbeiten mit Wasser, am nassen Haar und mit Chemikalien wird die Haut besonders stark beansprucht. Dadurch entwickeln sich bei vielen Friseuren mit der Zeit Handekzeme und Allergien gegen Berufsstoffe. Leider kann dies sogar schon im ersten Jahr der Ausbildung zu Problemen führen, die manchmal zur Berufsaufgabe zwingen. Um dieses Schicksal zu vermeiden, sollten Sie die folgenden Vorsichtsmaßregeln beachten.

 
"Wie kann ich meine Haut schützen?"
Hautschutzmaßnahmen sind nur dann wirkungsvoll, wenn sie von Anfang an konsequent durchgeführt werden - nicht erst dann, wenn bereits Hautschäden vorliegen.
1. Tragen Sie bei der Arbeit keinerlei Schmuck an den Händen. Unter Ringen können sich schädigende Substanzen ansammeln.
2. Verwenden Sie beim Haarewaschen Schutzhandschuhe. Diese müssen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Verdünnen Sie Shampookonzentrat - aber nicht in der Hand.
3. Bei Arbeiten wie Färben, Tönen, Fixieren, Festigen, Dauerwellen unbedingt Schutzhandschuhe tragen (beim Substanzauftragen und Abspülen). Dies gilt auch für das Reinigen des Handwerkzeugs.
4. Schutzhandschuhe müssen unbeschädigt, passend und lang genug sein, sie sollten keine Schweißnähte besitzen. Schutzhandschuhe nur einmal tragen. Hautschädigende Substanzen können sonst durch die Handschuhe eindringen.
5. Spülen Sie die Hände nach dem Tragen von Handschuhen mit klarem Wasser ohne Seife ab. Nach dem Abspülen und nach jedem Wasserkontakt die Hände sorgfältig abtrocknen und eincremen. Benutzen Sie möglichst keine gebrauchten Kundenhandtücher.
6. Sollte trotz Schutzmaßnahmen Haarfärbemittel auf die Hände gekommen sein, dürfen Sie keinesfalls Dauerwellmittel zur Reinigung benutzen. Auch Bürsten und Schrubben belastet die Haut zu sehr.
9. Denken Sie auch daran, im Privatleben die Haut zu pflegen. Also nach den Händewäschen gründlich eincremen, vor dem Schlafengehen mit einer fetteren Pflegecreme, welche über Nacht wirken kann.
10. Verwenden Sie falls möglich nur Scheren, die kein Nickel freisetzen können (z.B. mit kunststoffbeschichteten Griffen). Die Gefahr der Entstehung oder Verschlimmerung einer Nickelallergie kann so reduziert werden.



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