Dr. med. Harald BresserFacharzt für Dermatologie und VenerologieFacharzt für Anästhesiologie Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik |
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Sexually Transmitted Deseases STD "Was sind STD-Krankheiten oder Geschlechtskrankheiten?" STD ist eine Abkürzung und bedeutet "Sexually Transmitted Diseases". Dieser englische Name ist eine weltweit verbreitete Bezeichnung, welche etwa unserem Ausdruck "Geschlechtskrankheiten" entspricht. Ein anderer Begriff für die gleichen Krankeiten ist "venerische Krankheiten". Unter Geschlechtskrankheiten versteht man infektiöse Erkrankungen, die vor allem beim Geschlechtsverkehr (aber nicht nur) übertragen werden. Dieser besondere Übertragungsweg hat keine moralische Dimension (früher glaubte man an eine "Gottesstrafe" wegen unmoralischem Verhalten). Der Übertragungsweg hat damit zu tun, daß beim Verkehr besondere körperliche Kontakte und Nähe entsteht und die Krankheitserreger der STD meist im Genitalbereich leben. In Deutschland gibt es ein eigenes Gesetz zur Bekämpfung dieser "Volksseuchen". In dem Gesetz werden als meldepflichtige, "offizielle" Geschlechtskrankheiten genannt: Syphilis (Lues), Tripper (Gonorrhoe), weicher Schanker (Ulcus molle), venerische Lympfknotenentzündung. Neben diesen vier Krankheiten werden eine Reihe anderer Krankheiten überwiegend durch Sexualverkehr übertragen: Harnwegsentzündung (nichtgonorrhoische Urethritis), Granuloma inguinale, Feigwarzen (Condylome), Trichomonaden, Genital-Herpes, Gelbsucht (Hepatitis B), Filzläuse, Krätze, Scheidenentzündung (Vaginitis), Würmer, aber auch AIDS. "Wie entstehen Geschlechtskrankheiten?" Beim direkten Kontakt der Geschlechtsorgane werden mit den Körpersekreten die darin enthaltenen Krankheitserreger vom einen Partner auf den anderen übertragen. Beim Kontakt von Mund, Händen, Zunge oder After mit dem infizierten Geschlechtsorgan kann ebenfalls die Infektion erfolgen. "Handelt es sich um Krebs?" Geschlechtskrankheiten verursachen im allgemeinen keinen Krebs. Es gibt seltene Ausnahmen. Bei allen Beschwerden an den inneren oder äußeren Geschlechtsteilen oder am After muß der Arzt aber an Krebs denken und dies durch die Untersuchung ausschließen. "Sind Geschlechtskrankheiten heilbar?" Praktisch alle STD sind heute mit modernen Medikamenten im Frühstadium problemlos heilbar. Nur verschleppte STD können zu schlimmen inneren Beschwerden führen: Bauchfellinfektionen, Unfruchtbarkeit, Hirnhautentzündung, Blutvergiftung, Hirnerweichung uvm. Jeder unbehandelte Kranke kann andere Menschen anstecken. Schon aus diesem Grund sollte jeder rasche Hilfe suchen, der sich infiziert haben könnte. Wer in der BRD an einer der 4 "offiziellen" Geschlechtskrankheit leidet, ist gesetzlich verpflichtet, sich behandeln zu lassen. Nur wenn der Kranke sich aus Scham oder Unvernunft nicht richtig oder unzuverlässig behandeln läßt, so muß der Arzt ihn namentlich beim Gesundheitsamt melden. Die richtige Behandlung kann dann angeordnet und erzwungen werden. Mit dieser "Behandlungspflicht" wird der Kranke, seine Familie, seine Geschlechtspartner und die Gesellschaft vor ansteckenden Krankheiten geschützt. "Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?" Sie sollten ehrlich zu sich selbst sein: hatten Sie in der letzten Zeit ungeschützten "riskanten" Verkehr (mit wenig bekannter Person)? Leiden Sie unter Ausfluß aus der Harnröhre, Geschwüren im Geschlechtsbereich oder am Mund? Haben Sie unklare Hautprobleme, unklare Unterleibsschmerzen? All das sollten Sie einem Arzt Ihres Vertrauens erzählen. Mit einer Blutuntersuchung allein kann fast keine STD sicher festgestellt werden: zu jeder Untersuchung gehört ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt und die Untersuchung der ganzen Haut und Geschlechtsorgane. Solange eine Geschlechtskrankheit nicht geheilt ist, sollten Sie enthaltsam leben. Manchmal ergeben sich sehr unangenehme Situationen, wenn die STD bei außerehelichem Verkehr erworben wurde. Falls sich ihr Lebenspartner bei Ihnen infiziert haben könnte - sprechen Sie mit ihr/ihm darüber, damit er/sie sich untersuchen und behandeln läßt. Sonst könnte er/sie durch Sie schwer erkranken, und Sie könnten sich wieder bei ihm anstecken. Führen Sie jede Behandlung so zu Ende, wie es Ihnen Ihr Arzt vorschlägt. Niemals ohne Rücksprache früher mit der Behandlung aufhören. Benutzen Sie in Zukunft beim Verkehr mit unbekannten Geschlechtspartnern immer ein Kondom - es bietet den besten Schutz vor allen Geschlechtskrankheiten. "Die STD-Behandlung" Die verschiedenen Geschlechtserkrankungen werden sehr unterschiedlich behandelt; auf Details kann hier nicht eingegangen werden. Zumeist werden Antibiotika als Tabletten oder Spritze gegeben; die Art des erforderlichen Antibiotikums variiert aber erheblich. Krätze und Filzläuse werden durch äußerliche Behandlung abgetötet. Die Behandlung ist nicht schmerzhaft.
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