Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik
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Aktinische Keratosen - Spinaliom

 
 
Hautkrebs (engl: skin cancer)
Hautkrebs nimmt zu. Ob Melanom, Basaliom, Spinaliom oder Lymphom - was können wir in unserer Hautarztpraxis in München dagegen tun?
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten überhaupt und nimmt weiter zu. Es gibt viele verschiedene Arten von Hautkrebs. Der sogenannte "schwarze Hautkrebs" (malignes Melanom) ist die gefährlichste und bekannteste Art, aber nicht die häufigste. Weitere sehr häufige Hautkrebsarten sind Basaliome, Bowen-Carcinom und Spinaliome (siehe unten), Vorstufen von Hautkrebs sind die häufigen aktinischen Keratosen (actinic keratosis) und der Morbus Bowen. Zur Vorbeugung stehen uns heute viele neue Methoden der Hautkrebsvorsorge zur Verfügung, zB die Video-Auflichtmikroskopie. Die Behandlung von Hautkrebs kann sehr vielseitig sein: Hautoperation, Laser, photodynamische Therapie, Kryotherapie sind nur einige der neuen Möglichkeiten.
 
Sonnenwarzen ( aktinische Keratosen), Stachelzellkrebs ( Spinaliome), aktinische Cheilitis - Information und Behandlung
 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
Was sind Ursache und Formen der Sonnenwarzen / aktinische Keratosen? Wie gefährlich ist das Spinaliom / Stachelzellkrebs? Welche Untersuchung und Therapie bieten wir in unserem Hautzentrum in München?
 
"Wie entstehen Sonnenwarzen und Spinaliome?"(engl: solar keratosis, actinic keratosis, senile keratosis, squamous cell cancer) 
Solare Keratosen und andere gefährliche Hautveränderungen durch die Sonne enstehen fast immer erst lange Zeit nach intensiver oder langdauernder Sonneneinwirkung. Durch Urlaube im Süden oder häufigen Aufenthalt in der Sonne (Bauern, Bergsteiger, Golfer usw.) wird die Haut im Laufe vieler Jahrzehnte geschädigt. Meist nach dem 50. Lebensjahr bemerkt man erstmals fleckförmige Rötungen und sandpapier-rauhe Schuppungen. Besonders betroffen sind Gesicht, Hände oder Unterarme; vor allem Nase, Stirn, Schläfen, Unterlippe, Handrücken, Ohrspitzen, Nacken und Glatze. Daraus können sich zunehmend feste, gelbe, manchmal "warzenförmige" Hornkrusten bilden. All diese Veränderungen werden von Laien meist übersehen oder kaum beachtet, da sie nicht schmerzen.
In selteneren Fällen kann der weisse Hautkrebs auch auf andere Art entstehen: zB nach starker Röntgenbestrahlung oder nach chronischer Arsenaufnahme (va ältere Winzer oder Tierpräparatoren).
"Was sind Sonnenwarzen und Spinaliome?"
Die ersten Rötungen und Schuppen an Nase, Stirn, Händen oder Schläfen nennt man im Volksmund "Sonnenwarzen" (medizinisch/lateinisch: solare oder aktinische Keratosen). Sie sind - noch -gutartig; Hautärzte nenne sie "carcinoma in situ" - also Hautkrebs in der Entstehungsphase. Sie sollten immer behandelt werden, da sich aus Ihnen Hautkrebs entwickeln könnte. Wird der Hautarzt bei Sonnenwarzen nicht tätig, so kann nach unterschiedlich langer Zeit daraus der sog. "Stachelzellkrebs" (lateinisch: Spinaliom, spinozelluläres Karzinom) entstehen. Dies ist der typische "Sonnen-Hautkrebs" - er hat aber überhaupt nichts mit dem gefürchteten "schwarzen Hautkrebs" (Melanom) zu tun. Häufig entstehen solche Sonnenschäden auch an den Lippen; man spricht dann von aktinischer Cheilitis (eng: actinic cheilitis).
 
"Wie entstehen Sonnenwarzen und Spinaliome?"
Diese Hautwucherungen entstehen aus den "Stachelzellen" der oberflächlichen Haut, wenn die Zellteilung gestört wurde. Häufigste Ursachen sind neben einem Anlagefaktor langdauernde Sonnenbestrahlung. Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen, die zum Sonnenbrand neigen. Bei aktinischen Keratosen sieht man im Mikroskop eine Vermehrung atypischer ("veränderter") Keratinozyten; beim Spinaliom sind diese Zellen bösartig geworden und fressen sich in das umliegende Gewebe; manchmal streuen sie auch über die Lymphe und das Blut in den Körper (Metastasierung).

 
"Handelt es sich um Krebs?"
Sonnenwarzen sind harmlose, gutartige Veränderungen. Nach Schätzungen aus den USA entwickelt sich aus etwa 10% aller aktinischen Keratosen ein Spinaliom - Stachelzellkrebs. Dieser Prozess der "Entartung" dauert durchschnittlich 2 Jahre (zwischen 2 Monaten und 75 Monaten). Stachelzellkrebs ist Krebs - glücklicherweise aber eine mässig aggressive Tumorart. Zuerst wuchert der Tumor langsam am Ort des Entstehens. Wird er aber mehr als 1 cm groß, kann er sogar Tochtergeschwülste im Körper bilden - Lebensgefahr. Hat der Krebs weniger als 1 cm Durchmesser, besteht eine Heilungchance von nahezu 100%.

"Wie häufig sind aktinische Keratosen und das Spinaliom?"
Allein in Deutschland sind nach neuesten Untersuchungen über 10 Millionen Menschen von aktinischen Keratosen betroffen. In Amerika leidet jeder 4. Mensch über 30 darunter. Innerhalt von 10 Jahren entwickelt sich wiederum aus jeder 4. aktinischen Keratose ein Stachelzellkrebs - wenn man nichts dagegen tut.

"Was ist das besondere beim Befall der Lippen, bei aktinischer Cheilitis?"
Das Hauptrisiko für den Befall der Lippen sind intensive Sonnenbestrahlung und - Rauchen. Die Inhaltsstoffe von Pfeifen, Zigaretten und Zigarren erhöhen das Risiko sehr stark, irgendwann einmal einen Lippenkrebs zu entwickeln. Lippenkrebs (meist der Unterlippe) ist der häufigste Krebs der Mundhöhle und betrifft etwa 2 von 100 000 Menschen. Verstärkte schuppige Rötungen einzelner Lippenanteile, weissliche Beläge oder warzenartige Verdickungen deuten auf die Krankheit hin.  Leider streut der weisse Hautkrebs der Lippen schneller als Spinaliome anderer Körperregionen, weshalb rasche Behandlung wichtig ist. Neben der Laserabtragung, Operation oder PDT (siehe jeweils dort) hat sich die örtliche Behandlung mit speziellem Diclophenac-Gel bewährt.

"Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?"
*Jede verdächtige Hautveränderung dem Hautarzt zeigen * Sonnenwarzen und Spinaliome frühzeitig entfernen lassen. * Regelmässige Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt durchführen lassen * Sonne, v.a. Sonnenbrände meiden * Im Sommer und im Urlaub im Freien einen Hut tragen * Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen * Kinder und Jugendliche konsequent vor Sonnenbränden schützen (Bekleidung!)

 
"Die Behandlung der Sonnenwarzen und des Spinalioms"
Sonnenwarzen sollte man, Spinaliome muß man vom Hautarzt behandeln lassen. Gegen Sonnenwarzen stehen uns viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Einerseits können wir sie operativ entfernen: durch Skalpell, Laser, Abschaben usw. Andererseits können wir sie oft ohne Operation heilen: durch Vereisung, Säure-Peeling, Imiquimodcreme (Aldara), Solaraze-Creme (Diclofenac mit Hyaluronsäure), Peeling, photodynamische Therapie PDT (siehe Stichwort "PDT"), 5-Fluoruracil, Vitamin A Säure (Tretinoin, Isotretinoin, VAS, Adapalen), Podophyllotoxin, Colchizin, IFN-alpha usw. Immer wird eine Hautprobe entnommen, um mikroskopisch die Entstehung von Stachelzellkrebs auszuschließen. Spinaliome werden meist mit sicherem Abstand in örtliche Betäubung herausgeschnitten, denn sie können unter Umständen auch streuen. Der entfernte Tumor wird dann mikroskopisch untersucht. So kann ich Ihnen sicher sagen, ob alles bösartige Gewebe entfernt worden ist. In bestimmten Situationen kann es sinnvoller sein, das Spinaliom durch Bestrahlung, Vereisung oder Chemotherapie zu zerstören. Nach der Behandlung muß eine regelmäßige, anfangs vierteljährliche, später halb- oder ganzjährige Nachsorgeuntersuchung durch den Hautarzt erfolgen. Zur Vorbeugung besteht die Möglichkeit, nach der Operation eine naturheilkundliche Krebs-Nachbehandlung durchzuführen. Dies ist nicht dringend notwendig, aber unter Umständen sinnvoll, um "auf der sicheren Seite" zu sein. Wir werden Sie gerne diesbezüglich beraten.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Seiten viele wichtige Informationen zum weissen Hautkrebs geliefert hat. Zur Vorbeugung und naturheilkundlichen Anti-Krebs-Behandlung siehe uner Vorbeugung
Ihre
dermaPraxis Dr. H. Bresser
Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de

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