Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

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Krebsvorbeugun, die 6 Anti-Krebs-Regeln
Was kann man vorbeugend gegen Hautkrebs tun? Welche allgemeinen Regeln der Krebsverhütung kann der Hautarzt empfehlen?
von Dr. Harald Bresser, Hautarzt in München
 
Krebs entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher Faktoren. Durch gesundes Leben und regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung kann Krebserkrankungen vorgebeugt werden und beginnender Krebs im heilbaren Frühstadium erkannt werden. Eine gesunde Lebensführung schützt zweifelsfrei vor Krebs, aber natürlich spielen genetische Faktoren und unbeeinflussbare Faktoren der Lebensführung und Umwelt eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung. Daher sollte sich niemand "schuldig" fühlen, wenn bei ihm Krebs entdeckt wurde. Auch eine ungesunde Lebensführung verurteilt niemanden zu Krebs. Trotzdem wollen viele Betroffene alles in ihrer Macht stehende tun, um Krebs zu verhüten oder ihn zu bekämpfen. Dabei sind weder Extremdiäten, noch Wundermittel oder Glaubenskriege hilfreich. Unter Ärzten und Naturheilern unumstritten sind folgende allgemeine Anti-Krebs-Regeln (sie gelten auch, aber nicht nur für die Vorbeugung von Hautkrebs):
 
"1. Ernährung"
Essen Sie viel Gemüse und Obst, möglichst roh oder nur kurz erhitzt. Essen Sie nur mäßig viel Fleisch, vor allem Geräuchertes, Gegilltes, und scharf Gebratenes ist eher ungesund. Verwenden Sie frische Nahrungsmittel und balaststoffreiche Ernährung, ernähren Sie sich tendeziell im Sinn der "Mittelmeerdiät". Achten Sie auf ein "normales" Körpergewicht. Starkes Übergewicht zählt zu den Risikofaktoren für Darmkrebs.

"2. Genußgifte"
Meiden Sie Alkohol und Zigaretten. Auch wenn man sich noch darüber streitet, wieviel Alkohol der Körper gefahrlos verträgt, so ist eines sicher: Recht viel mehr als ein Glas Bier oder Wein am Tag sind es nicht. Rauchen schädigt nicht nur das Lungengewebe, sondern auch Lippen, Mundschleimhaut und Magen. Also Finger weg von den Glimmstengeln, Zigarren, Joints und Pfeifen.

 
"3. Körperliche Bewegung"
Sport hält gesund - das gilt auch im Blick auf die Krebsvorsorge. Warum dem so ist, weiß man noch nicht genau. Sport im richtigen Maß stärkt das Immunsystem und die Infektabwehr. Das könnte eine Erklärung für die Verringerung der Krebserkrankungen bei sportlich Aktiven sein. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt, Giftstoffe rascher ausgeschieden und mehr Sauerstoff dem Körper zugeführt.

 
"4. Sonnenschutz"
Die Sonne ist der Energielieferant alles Lebens auf der Erde. Sonne stimmt fröhlich und hebt unser Wohlgefühl. Übermäßige Sonnenbestrahlung dagegen kann bekanntlich zu Hautkrebs führen. Schützen Sie sich und - vor allem!! - Ihre Kinder vor Sonnenbränden. Mehr als 50 Sonnenbäder (einschließlich Solarienbesuche) im Jahr verkraftet keine Haut auf Dauer. Genießen Sie die Sonne - aber in Maßen.

 
"5. Krebsvorsorge"
Niemand ist wirklich gegen Krebs "gefeit" - viele von uns werden an Krebs erkranken, ohne daß irgendjemand es wirklich verhindern kann. Trotzdem besteht kein Grund zu Panik: Wird Krebs im Frühstadium erkannt, ist er meist heilbar. Heilungschancen bestehen wirklich: beim bösartigen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom), sind 95% aller Patienten im Frühstadium heilbar. Das gilt auch für Darmkrebs, Blutkrebs bei Kindern usw. Nutzen Sie die Krebsvorsorgeprogramme der Ärzteschaft - sei es bei Ihrem Hautarzt, beim Hausarzt, Internisten, Frauenarzt, Urologen... Die Krebsvorsorge-Untersuchung ist teilweise unangenehm, aber nicht schmerzhaft und sehr wirksam. Niemand sollte aus Angst vor Krebs die Krebsvorsorge meiden.

 
"6. Familiäre Belastung"
Manche Krebsarten kommen familiär gehäuft vor. Wenn in Ihrer Familie jemand an Hautkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs oder bestimmten chronischen Krankheiten leidet, sollten Sie darüber mit Ihrem Arzt sprechen. Gerade Menschen mit familiärer Belastung profitieren von der Krebsvorsorge.

 
"7. Naturheilkundliche Vorbeugung"
Die Naturheilkunde kennt zahlreiche Möglichkeiten, den ganzen Menschen und sein Immunsystem so zu stärken, daß die Krebsgefahr abnimmt. Dazu zählen zum Beispiel die gezielte Ergänzung von Vitamin- und Mineralmangelzuständen, Einsatz von zellschützenden Substanzen (z.B. "Radikalenfänger", Selen, Vitamin E usw.), vorbeugende Behandlung mit pflanzlichen Mitteln (Mistel, Echinacea usw.), Thymuspräparate, die gezielte Sauerstoff- und Ozontherapie (z.B. nach Prof. von Ardenne) und andere Methoden der Naturheilkunde. Ob eine solche Behandlung zusätzlich zu den genannten Grundregeln der Krebsvorsorge bei Ihnen sinnvoll ist, kann nur im individuellen Gespräch geklärt werden. Hüten Sie sich aber auch vor angeblich "natürlichen" Wundermethoden, horrend teuren Aussenseitermitteln, selbsternannten Gralshütern bestimmter Aussenseitermethoden, verkannten Genies oder pseudoreligiösen Heilmethoden. Das Wesen der Natur ist "Maßhalten", das beste Urteil liefert der gesunde Menschenverstand. Was zu gut klingt, um wahr zu sein - das ist nicht wahr.

Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser
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