Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

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Melasma, Chloasma: Hormonflecken im 
Gesicht der Frau

Wie entstehen Melasma und Chloasma? Welche Rolle spielen Pille, Schwangerschaft und Sonne? Welche Behandlung bietet unsere Hautarztpraxis in München?
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
 
"Was versteht man unter Melasma  /Chloasma?"
Melasma und Chloasma sind zwei unterschiedliche Namen für dunkle Flecken im Gesicht von Frauen. Die Begriffe werden heute weitgehend gleichartig benutzt. Korrekterweise versteht man jedoch unter Melasma nur die Hormonflecken, die in der Schwangerschaft entstanden sind; Chloasma dagegen ist der weiter umfassende Begriff, der auch andere Arten der Pigmentvermehrung im Gesicht umfasst.  Der Wissenschaftler spricht von einer erworbenen "Hyperpigmentierungen" (verstärkte Dunkelfärbung) im Stirn-, Wangen-, Oberlippenbereich des Gesichts.

 
"Wie entstehen diese Gesichtsflecken?"
Es gibt unterschiedliche Entstehungsursachen.

1) Chloasma gravidarum / uterinum (engl: mask of pregnancy): entsteht in der Schwangerschaft
2) Chloasma hormonale: entsteht durch Östrogene ( zB Pille) oder östrogenbildende Tumoren
Diese beiden ersten Formen sind die weitaus häufigsten Formen von Chloasma
3) Chloasma hepaticum (mask biliaire): durch Leberzirrhose
4) Chloasma cosmetogenicum: entsteht durch chemische Substanzen / Parfüm / Pflanzensäfte ( zB Bergapten, 5-MOP)
6) Chloasma medicamentosum: entsteht durch Medikamente, zB Phenytoin
Verstärkend wirkt immer Sonnenlicht bzw Solarium. Deshalb sollte ein guter Sonnenschutz Basis jeder Behandlung sein. 
Die Hyperpigmentierungen können jedoch auch spontan, ohne erkennbaren Grund entstehen. Selten treten ähnliche Veränderungen bei Männern auf. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine ernsthafte Erkrankung die Ursache (zB Nebennierenerkrankung, Tumor, Fehlernährung). Meist bemerkt die betroffene Frau, dass die Braunfärbung im Sommer schlechter, im Winter heller wird. Fleckige Braunfärbungen der Gesichtshaut sind harmlos und müssen daher aus medizinischer Sicht nicht unbedingt behandelt werden. Aus ästhetischen Gründen wünschen aber viele Frauen eine Beseitigung der störenden Verfärbungen.
 
"Welche Behandlung ist möglich?"
Die Behandlung von Melasmen ist recht schwierig, aber nicht unmöglich. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Unsere Behandlungsstrategie basiert auf mehreren Säulen.

1) sehr starker Lichtschutz, normale UV-Blockade reicht nicht aus.
2) äusserliche Behandlung mit speziellen Substanzen, zB Hydrochinon, Tretinoin, Glykolsäure, Trichloressigsäure, Azelainsäure, Adapalen, Niacinamid, Liquiritin, Ascorbinsäure / Vitamin C.
3) Peeling
Die Haut wird dabei über 2-3 Wochen vorbehandelt. Morgens und abends wird die Haut mit einer speziellen, fruchtsäurehaltigen Reinigungslösung gesäubert. Danach wird eine Bleichcreme aufgetragen. Etwa 30-60 min danach wird eine Sonnenschutzmilch darüber eingecremt. Das gleiche wird am Abend wiederholt; eine Sonnenschutzcreme ist abends jedoch nicht notwendig. Während der Behandlung sollte das Rauchen eingestellt oder zumindest stark reduziert werden. Es folgen 3-6 Peeling-Behandlungen im Abstand von jeweils 2-3 Wochen
Unerlässlich ist eine gute Vor- und Nachbehandlung:
- Sonnenbäder und Solarien sind verboten. Im Sommer muss täglich ein Sonnenschutzmittel mit Schutzfaktor 30-50 aufgetragen werden.
- Abends wird täglich eine Spezialcreme einmassiert

Wenn einer dieser Schritte nicht eingehalten wird, ist der Erfolg stark in Frage gestellt. Vor allem muss sich die Betroffene für Jahre jeglicher intensiver Sonnenbäder oder Solariumbesuche enthalten. Wer zu Sonnenschutz, zu disziplinierter Vor- und Nachbehandlung nicht bereit ist, der kann leider nicht mit einem guten Erfolg rechnen.
4)Laserbehandlung mit Ruby-Laser oder Fraxel-Laser. Mit zunehmender Erfahrung sehen wir immer bessere Erfolge mit diesen Laserverfahren (Einzelheiten siehe dort).
5) Mikrodermabrasion: das mildeste Verfahren, das auch problemlos im Sommer angewendet werden kann
 
Durch die geschildete Kombinationsbehandlung lässt sich ein Melasma und Chloasma in der Regel deutlich bessern oder beseitigen. Weitere Fragen beantworten wir gerne im persönlichen Gespräch.
Ihre dermaPraxis Dr. H. Bresser
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