| Schmerzbetäubung und Narkoseverfahren in der Hautarztpraxis |
von Dr. H. Bresser, Hautarzt und Anästhesist, München In einer operativ orientierten Hautarztpraxis werden zahlreiche kleine und grössere Eingriffe und Behandlungen durchgeführt. Wir legen grossen Wert darauf, dass solche Operationen und Eingriffe schmerzarm oder schmerzlos ablaufen. Ein besonderes Augenmerk legen wir daher auf Betäubungs- und Narkoseverfahren. Aufgrund meiner Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie (Narkosearzt) kenne ich alle gängigen Narkoseverfahren und wähle die passende Art der Betäubung für den jeweiligen Eingriff aus. "Welche Narkoseverfahren werden in der Dermatologie verwendet?" Bei Hauteingriffen, ästhetischen Behandlungen und Hautoperationen kommen grundsätzlich alle Narkoseverfahren zum Einsatz: von Creme-Anästhesien, über Kälteverfahren, Lokalanästhesien, Tumeszenzanästhesie, Nervenblockaden bis zu Dämmerschlaf, Rauschnarkose und Vollnarkose. Schmerzbetäubung bei ästhetisch-kosmetischen Behandlungen Die meisten ästhetischen Eingriffe lassen sich heute durch Kombination örtlicher Betäubungsverfahren nahezu schmerzfrei durchführen. Creme-Anästhesie, Kaltluftanästhesie, Nervenblockaden usw sind sehr gut für Falten- und Narbenunterspritzungen, Peeling, Laser-Enthaarung (Epilation), Laserbehandlungen usw geeignet. Grössere ästhetisch-kosmetische Operationen werden in den meisten Hautarztpraxen in Dämmerschlaf oder Vollnarkose durchgeführt. Zur sicheren Operations- und Narkosedurchführung muss ein Narkosearzt anwesend sein. Die Fettabsaugung sollte heute nur noch in sog. Tumeszenz-Lokalanästhesie, ev. mit Beruhigungsmitteln, unter Kontrolle durch einen Facharzt für Anästhesiologie erfolgen. Operative Dermatologie Die operative Entfernung gut- und bösartiger Hautveränderungen, Hautkrebsoperationen, laserchirurgische Eingriffe an der Haut mit verschiedenen Lasergeräten, Nageloperationen, Enddarmoperationen und mikrochirurgische Venenoperationen werden meist problemlos ambulant in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt. Grosse Operationen an der Haut erfordern meist einen Vollnarkose unter stationären Bedingungen in der Hautklinik.
Schmerzbehandlung Bei der Schmerzbehandlung zB von chronischen Zosterschmerzen, Neuralgien usw werden örtliche Betäubung, Regionalanästhesie, Akupunkturanästhesie und TENS (transkutane elektr. Nervenstimulation) verwendet. Kälteanästhesie Kälte kann Schmerzen auslösen und lindern. Wir verwenden 4 Arten der Kältebehandlung: Coldpacks aus dem Kühlschrank, Kältesprays, Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff und Kaltluftkompressoren. Mit Coldpacks kann man kleinere Verletzungen, Laserwunden, Injektionsstellen usw wirksam behandeln. Kältesprays werden zB vor Injektionen an der Haut verwendet. Die Kryotherapie wird gezielt z.B. zur Heilung von Warzen oder Granuloma anulare, aber auch zur Aufhellung dunkler Hautverfärbungen eingesetzt. Die Kaltluftanwendung durch spezielle Kaltluftgeräte / Kompressoren hat sich als bestes Anästhesieverfahren bei kleineren Anwendungen in der ästhetischen Medizin, Enthaarungsbehandlungen, Tattooentfernungen usw erwiesen. Richtig angewendet, hat die Kaltluftanästhesie keine Nebenwirkungen. Bei Faltenunterspritzungen, Laserbehandlungen oder Botoxinjektionen ist damit eine nahezu schmerzfreie Therapie möglich. Akupunktur Ich lernte die Akupunktur während meiner Zeit als Arzt in der Schmerzambulanz der Universität Homburg/Saar kennen. In der Dermatologie verwende ich sie seit vielen Jahren vor allem zur Behandlung allergischer Erkrankungen und bei Schmerzerkrankungen. Von privaten Krankenkassen werden die Kosten im allgemeinen problemlos übernommen (soweit im Tarif vorgesehen). Wir waren bei waren bei sämtlichen wissenschaftlichen Versuchsmodellen der allgemeinen Krankenkassen beteiligt. Patienteninformationen Besonderen Wert legen wir auf eine gründliche Information unserer Patienten über Ihre Erkrankung. Es wurden daher spezielle Informationsbroschüren auch zu jedem Eingriff erarbeitet, die Ihnen im Bedarfsfall ausgehändigt werden. Darüberhinaus wurden bisher folgende Patientenratgeber geschrieben und in Buchform veröffentlicht:  | 1) Neurodermitis: Viel Gutes für Ihre Haut "Neurodermitis - Sanfte Medizin gegen den Juckreiz" Aurelia Verlag GmbH 1. Auflage 2003 ISBN 3-936676-05-4 |  | 2) H. Bresser: "Jung - für immer " Hirzel Verlag |  | 3) H. Bresser: "Leberfleck und Pfirsichhaut" Was Frauen über ihre Haut wissen sollten Beck-Verlag |  | 4) H. Bresser: "Umweltkrank?" Verlag Beltz-Quadriga | | | 5) H. Bresser: "Gesund auf Reisen" Schettler-Verlag (z.Z. vergriffen) | | 6) E. Mahle, H. Bresser: "Das Botox-Buch" Aurelia-Verlag |
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