Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur

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Sonnerallergie - Polymorphe Lichtdermatose - Lichtallergie oder Mallorcaakne

Sonnenallergie - Informationen und Behandlung
 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
 
"Was ist eine Sonnenallergie?"
Unter Sonnenallergie versteht man juckende, rote Hauterscheinungen, welche meist im Frühjahr oder im Urlaub beim ersten Sonnenbad des Jahres ausbrechen. Meist sind Frauen davon betroffen, häufig mehrere Familienmitglieder. Bei jedem Kranken treten immer ähnliche Beschwerden auf - meist am Oberkörper. Bei verschiedenen Menschen können die Beschwerden aber sehr unterschiedlich aussehen - daher die Bezeichnung "polymorph" (=vielgestaltig). Die eine Betroffene leidet beispielsweise jedes Frühjahr unter juckenden Knötchen im Brustbereich, die Andere dagegen spürt beim ersten Urlaubstag jedes Jahr erneut einen generellen Juckreiz mit leichter Hautrötung der Unterarme. Die Sonnenallergie darf nicht mit einem Sonnenbrand durch zu langes Sonnenbaden oder mit anderen Krankheiten durch Sonnenbestrahlung verwechselt werden (z.B. mit "Hitzefrieseln", Altershaut, Photoallergie). Als Sonnenallergiker gewöhnt man sich im allgemeinen während der Sommerwochen immer mehr an das Sonnenlicht, sodaß im Herbst die Beschwerden häufig deutlich besser sind oder verschwinden. Im nächsten Frühjahr treten sie aber meist prompt wieder auf.

 
"Wie entsteht die Sonnenallergie?"
Die Sonnenallergie ist eine Überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht. Es ist nicht bekannt, warum manche Menschen irgendwann in ihrem Leben eine Sonnenallergie entwickeln. Es handelt sich aber sicher nicht um eine richtige "Allergie", sondern um eine hohe Empfindlichkeit der Haut gegen die UV-A oder UV-B Anteile des Sonnenlichtes. Ultraviolette Strahlen (UV-Strahlen) sind unsichtbare Strahlen des Sonnenlichtes - wie sie auch aus vielen Solariumlampen abgestrahlt werden.

 
"Ist die Sonnenallergie gefährlich?"
Nein, Sonnenallergie ist weder ansteckend, noch gefährlich. Sonnenallergiker entwickeln möglicherweise sogar weniger Hautkrebs, da sie die Sonne meiden. Trotzdem ist diese Krankheit ernst zu nehmen, da sie die Lebensfreude des Betroffenen stark beeinträchtigen kann.

 
"Ist Sonnenallergie heilbar?"
Die Neigung zur Sonnenallergie ist mit schulmedizinischen Methoden nicht heilbar. Allerdings können die Beschwerden auf verschiedene Arten sehr gut gelindert werden. Vorbeugende Maßnahmen können ein Ausbrechen im Frühjahr oder im Urlaub verhindern.

 
"Was kann ich selbst tun, damit die Heilung eintritt?"
Meiden Sie die Sonne. Gewöhnen Sie die Haut im Frühjahr besonders behutsam und langsam an die Sonne. Verbringen Sie Ihren Urlaub in Gebieten mit etwas weniger Sonneneinstrahlung (kein Hochgebirge, kein Meer, nicht in südlichen Ländern). Benutzen Sie reichlich Lichtschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor gegen UV-A Strahlen. Den besten Lichtschutz gewähren Kleidung und Hüte.
Vielen Menschen hilft die vorbeugende Einnahme von folgenden Vitaminen (mindestens 3 Tage vor Besonnung beginnen): 2 g Vitamin C + 1000 I.E. Vitamin E (gibt es in Reformhäusern und Apotheken). Auch ein Versuch mit 3 x täglich 200 mg Nicotinsäureamid + 5 mg Folsäure (zB in merSol-Ratiopharm Tabletten) über insgesamt 10 Tage kann sich lohnen.

 
"Die Behandlung der Sonnenallergie"
Die wichtigsten Behandlungsschritte betreffen Ihr eigenes Verhalten - Schutz vor der Sonne und Verwendung von speziellen Sonnenschutzmitteln. Daneben kann man versuchen, durch vorsichtig gesteigerte Sonnenbankbestrahlung - nur in der Arztpraxis mit Spezialstrahlern - eine Hautgewöhnung an die UV-Strahlen vorzunehmen. Diese "Gewöhnungsbestrahlung" sollte 4-6 Wochen vor einem Urlaub durchgeführt werden.
Als Arzt kann ich Ihnen zusätzlich vorbeugende Medikamente verordnen: Carotaben, Antihistaminika, Resorchin, Vitamine (Folsäure+Nicotinamid, zB merSol-ratiopharm). Bei besonders schlimmen Beschwerden kann kurzfristig eine entzündungshemmende Creme, unter Umständen auch cortisonhaltig, notwendig sein. Bei richtiger Anwendung des Cortison müssen Sie Nebenwirkungen nicht befürchten. Oft ist ein naturheilkundlicher Behandlungsversuch (zB Symbioselenkung, Akupunktur) sinnvoll.




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