Dr. med. Harald BresserFacharzt für Dermatologie und VenerologieFacharzt für Anästhesiologie Zusatztitel der Ärztekammer: Allergologie, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Akupunktur Zertifizierte Qualifikationen: Lasertherapie, Ambulante Operationen, medizinische Kosmetik |
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Aktinische Keratosen - Spinaliom
Diese Hautwucherungen entstehen aus den "Stachelzellen" der oberflächlichen Haut, wenn die Zellteilung gestört wurde. Häufigste Ursachen sind neben einem Anlagefaktor langdauernde Sonnenbestrahlung. Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen, die zum Sonnenbrand neigen. Bei aktinischen Keratosen sieht man im Mikroskop eine Vermehrung atypischer ("veränderter") Keratinozyten; beim Spinaliom sind diese Zellen bösartig geworden und fressen sich in das umliegende Gewebe; manchmal streuen sie auch über die Lymphe und das Blut in den Körper (Metastasierung). "Handelt es sich um Krebs?" Sonnenwarzen sind harmlose, gutartige Veränderungen. Nach Schätzungen aus den USA entwickelt sich aus etwa 10% aller aktinischen Keratosen ein Spinaliom - Stachelzellkrebs. Dieser Prozess der "Entartung" dauert durchschnittlich 2 Jahre (zwischen 2 Monaten und 75 Monaten). Stachelzellkrebs ist Krebs - glücklicherweise aber eine mässig aggressive Tumorart. Zuerst wuchert der Tumor langsam am Ort des Entstehens. Wird er aber mehr als 1 cm groß, kann er sogar Tochtergeschwülste im Körper bilden - Lebensgefahr. Hat der Krebs weniger als 1 cm Durchmesser, besteht eine Heilungchance von nahezu 100%. "Wie häufig sind aktinische Keratosen und das Spinaliom?" Allein in Deutschland sind nach neuesten Untersuchungen über 10 Millionen Menschen von aktinischen Keratosen betroffen. In Amerika leidet jeder 4. Mensch über 30 darunter. Innerhalt von 10 Jahren entwickelt sich wiederum aus jeder 4. aktinischen Keratose ein Stachelzellkrebs - wenn man nichts dagegen tut. "Was ist das besondere beim Befall der Lippen, bei aktinischer Cheilitis?" Das Hauptrisiko für den Befall der Lippen sind intensive Sonnenbestrahlung und - Rauchen. Die Inhaltsstoffe von Pfeifen, Zigaretten und Zigarren erhöhen das Risiko sehr stark, irgendwann einmal einen Lippenkrebs zu entwickeln. Lippenkrebs (meist der Unterlippe) ist der häufigste Krebs der Mundhöhle und betrifft etwa 2 von 100 000 Menschen. Verstärkte schuppige Rötungen einzelner Lippenanteile, weissliche Beläge oder warzenartige Verdickungen deuten auf die Krankheit hin. Leider streut der weisse Hautkrebs der Lippen schneller als Spinaliome anderer Körperregionen, weshalb rasche Behandlung wichtig ist. Neben der Laserabtragung, Operation oder PDT (siehe jeweils dort) hat sich die örtliche Behandlung mit speziellem Diclophenac-Gel bewährt. "Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?" *Jede verdächtige Hautveränderung dem Hautarzt zeigen * Sonnenwarzen und Spinaliome frühzeitig entfernen lassen. * Regelmässige Hautkrebsvorsorge beim Hautarzt durchführen lassen * Sonne, v.a. Sonnenbrände meiden * Im Sommer und im Urlaub im Freien einen Hut tragen * Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen * Kinder und Jugendliche konsequent vor Sonnenbränden schützen (Bekleidung!) "Die Behandlung der Sonnenwarzen und des Spinalioms" Sonnenwarzen sollte man, Spinaliome muß man vom Hautarzt behandeln lassen. Gegen Sonnenwarzen stehen uns viele Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Einerseits können wir sie operativ entfernen: durch Skalpell, Laser, Abschaben usw. Andererseits können wir sie oft ohne Operation heilen: durch Vereisung, Säure-Peeling, Imiquimodcreme (Aldara), Solaraze-Creme (Diclofenac mit Hyaluronsäure), Peeling, photodynamische Therapie PDT (siehe Stichwort "PDT"), 5-Fluoruracil, Vitamin A Säure (Tretinoin, Isotretinoin, VAS, Adapalen), Podophyllotoxin, Colchizin, IFN-alpha usw. Immer wird eine Hautprobe entnommen, um mikroskopisch die Entstehung von Stachelzellkrebs auszuschließen. Spinaliome werden meist mit sicherem Abstand in örtliche Betäubung herausgeschnitten, denn sie können unter Umständen auch streuen. Der entfernte Tumor wird dann mikroskopisch untersucht. So kann ich Ihnen sicher sagen, ob alles bösartige Gewebe entfernt worden ist. In bestimmten Situationen kann es sinnvoller sein, das Spinaliom durch Bestrahlung, Vereisung oder Chemotherapie zu zerstören. Nach der Behandlung muß eine regelmäßige, anfangs vierteljährliche, später halb- oder ganzjährige Nachsorgeuntersuchung durch den Hautarzt erfolgen. Zur Vorbeugung besteht die Möglichkeit, nach der Operation eine naturheilkundliche Krebs-Nachbehandlung durchzuführen. Dies ist nicht dringend notwendig, aber unter Umständen sinnvoll, um "auf der sicheren Seite" zu sein. Wir werden Sie gerne diesbezüglich beraten. Wir hoffen, dass Ihnen diese Seiten viele wichtige Informationen zum weissen Hautkrebs geliefert hat. Zur Vorbeugung und naturheilkundlichen Anti-Krebs-Behandlung siehe uner Vorbeugung Ihre dermaPraxis Dr. H. Bresser Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de Diese Seiten dienen der Information unserer Patienten. Jede Vervielfältigung, auch ausschnittweise, ist nur für den persönlichen Gebrauch gestattet. Copyright Dr H Bresser, Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de
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