Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Aphthen, chronische Aftose

Was ist die Ursache der schmerzhaften Aphthen? Wie ist die Behandlung der chronischen Apthose? Welche Hilfe haben wir bei Stomatitis aphthose in München?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

"Was sind Aphthen?"

Aphthen (englisch: recurrent aphthous stomatitis, oral apthous ulcers) sind kleine weiße oder rote offene Stellen oder Geschwüre der Mundschleimhaut, der Zunge oder des Gaumens. Diese Erkrankung quält relativ viele Menschen von Zeit zu Zeit. In den meisten Fällen kann man anfangs 2 bis 4 kleine rote Flecken im Mund beobachten, welche rasch zu ca. linsengroßen, weißlich belegten kleinen Geschwüren auswachsen. Diese Geschwüre sind (meistens) sehr schmerzhaft. 
Man findet sie vor allem an der Innenseite der Lippen, der Zungenspitze, der Wangeninnenseite oder am Zahnfleisch. Man unterscheidet den Minor-Typ (weniger als 1 cm grosse Wunden), der nach 4-14 Tagen spontan abheilt, vom Major-Typ(Wunden grösser 1 cm): die Heilung dauert hier ca. 10-30 Tage. Sehr selten gibt es diese Geschwüre auch im Genitalbereich. Medizinisch unterscheidet man einen Minor-Typ (Mikulicz), Major-Typ (Sutton), herpetiformer Typ (Cooke). Eine Sonderform ist die Bednar-Apthe (Riesenaphthe am Gaumen beim Säugling).

"Wie entstehen Aphthen?"

Leider kennen wir die eigentliche Ursache dieser quälenden Erscheinungen nicht genau. Manche Forscher vermuten Nahrungsmittel als Auslöser, andere auch Eisen- oder Vitaminmangel. Einzelne Aphthen entstehen oft nach Infekten oder Durchfall. Vielleicht spielen aber auch kleine Verletzungen eine Rolle: z.B. durch Gebiß, scharfe Zahnbürste, Zahnarzt. Auch seelische Aspekte (Stress) werden vermutet. In manchen Familien leiden mehrere Verwandte darunter, sodaß man hier von einer Veranlagung ausgehen muß. Manche Frauen berichten, daß die Geschwüre vor der Monatsblutung wiederkommen. Bestimmte Risikofaktoren fördern die Entstehung der oralen Aphthose: Kollagenosen, schlechte Mundhygiene, schlechte Zähne, HIV-Infektion, Morbus Behcet, Morbus Duhring, bestimmte Mangelernährung, chronische Gastritis, Magengeschwüre, Natrium-Laurylsulfat in der Zahnpaste. 

"Handelt es sich um Krebs?"

Aphthen haben weder etwas mit Krebs noch mit Infektionskrankheiten zu tun. Aphthen sind sehr lästig, aber völlig harmlos. Sie dürfen auch nicht mit Geschlechtskrankheiten verwechselt werden. Es gibt allerdings einige Infektionskrankheiten und Vorstadien von Krebs, welche ähnlich aussehen können. Bei manchen Darmkrankheiten (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) und einer seltenen Allgemeinerkrankung (M. Behcet) finden sich die Aphthen ungewöhnlich häufig. Daher sollte jeder Erkrankte seine Mundgeschwüre einem Hautarzt zur Begutachtung zeigen.  

"Sind Aphthen heilbar?"

Ja. Aphthen heilen sogar immer von alleine ab, meist innerhalb von 1-2 Wochen. Die meisten Erkrankten möchten diese Abheilung aber verständlicherweise beschleunigen, weil die Aphthen schmerzen und im Alltag sehr stören. Außerdem kann man versuchen, das erneute Auftreten von Aphthen zu verhindern. 
Menschen mit familiärer Veranlagung haben den Trost, daß die Krankheit mit zunehmendem Alter immer seltener ausbricht. 

"Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?"

Wenn Sie sehr häufig an Aphthen leiden, sollten Sie mit Hilfe eines Tagebuches versuchen, die Auslöser zu entdecken. Entstehen die Aphthen immer nach bestimmten Mahlzeiten (z.B. ungeschälte Walnüsse)? Entstehen Sie nach seelisch besonders belastenden Tagen? Sind Ihre Zähne oder Ihr Gebiß nicht in Ordnung?... 

"Ursachensuche der Aphthen"

Als erstes versuchen wir immer, die Ursache der Mundgeschwüre zu finden. Dazu entnimmt man Abstriche, macht Blutuntersuchungen, Virustests, Allergietests zB auf Amalgam, untersucht die Zähne uvm. Findet man einen Auslöser, muss dieser beseitigt werden.   

"Die Behandlung der Aphthen" 

Die Behandlung der schmerzhaften, chronischen Aphthen ist schwierig und verlangt Geduld. Viele Therapieverfahren stehen uns zur Verfügung: Frische Aphthen kann man mit verschiedenen chemischen oder pflanzlichen Lösungen betupfen. Die Schmerzen werden dadurch geringer, die Entzündung heilt schneller. Auch desinfizierende Mundspülungen wirken heilend. Auch mit kortisonhaltigen Lutschtabletten oder speziellen Haftgels haben wir gute Erfahrungen gemacht. Hefepilze im Mund müssen eliminiert werden, schlechte Zähne muss man sanieren und die Mundhygiene verbessern. Schwere Formen können mit Medikamenten behandelt werden. Die Gabe von Mineralstoffen im Rahmen der orthomolekularen Medizin kann hilfreich sein.  
Bei häufig wiederkehrenden Aphthen sollte versucht werden, durch Immunstärkung, Darmsanierung und andere naturheilkundliche Maßnahmen das Immunsystem zu stärken. 

Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977 www.drbresser.de

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