Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Muttermale

 Was sind Muttermale? Gefährliche und harmlose Muttermale entfernen im Gesicht? 

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München 

"Was sind Muttermale?"

Muttermal ist der volkstümliche Ausdruck für flache oder knötchenförmige Hautflecken. Als Muttermal bezeichnet der Volksmund v.a. in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich flache Hautflecken. Eine wissenschaftliche Definition dafür gibt es nicht. Der wissenschaftliche Ausdruck lautet "Nävus". Der Begriff "Leberfleck" entspricht in etwa dem, was man unter Muttermal versteht. Der Ausdruck "Muttermal" entstand im 16. Jahrhundert. Man hatte - richtig - beobachtet, dass die Zahl der Pigmentflecken der Haut in der Schwangerschaft zunehmen kann. Also führte man ihre Entstehung auf besondere Gelüste der werdenden Mutter zurück.   Muttermale sind prinzipiell harmlos. Sie finden sich aun der Haut jedes Menschen im Gesicht und am Körper als helle, dunkle, flache oder knotige Flecken und Knötchen. Muttermale sind keine Sommersprossen oder Altersflecken. Sie werden nur teilweise aus dem Hautpigmentstoff "Melanin" gebildet; auch andere harmlose Hautzellen können Muttermale bilden. Hautfarbene oder bräunliche Knötchen im Gesicht ("Schönheitsfleck", "dermale Nävi") sind meist Wucherungen einer anderen, harmlosen Zellart. Die meisten dunklen Flecken an der Haut sind allerdings sogenannte Nävuszellnävi ("Leberflecken, Muttermale", näheres siehe dort), die aus Melanozyten (Pigmentzellen) bestehen. Je nach Dicke und Lage erscheinen sie hell- oder dunkelbraun oder sogar blau. 

"Was sind Muttermale wissenschaftlich ?"

An der Haut jedes Menschen finden sich wenige oder viele helle, dunkle, flache oder knotige Flecken und Knötchen. Viele dieser Flecken sind harmlose Sommersprossen oder Altersflecken aus dem Hautpigment "Melanin". Hautfarbene oder bräunliche Knötchen im Gesicht ("Schönheitsfleck", "dermale Nävi") sind meist Wucherungen einer anderen, harmlosen Zellart. Die meisten dunklen Flecken an der Haut sind allerdings sogenannte Nävuszellnävi, die aus Melanozyten (Pigmentzellen) bestehen. Je nach Dicke und Lage erscheinen sie hell- oder dunkelbraun oder sogar blau. 

"Gefährliche Muttermale"

Muttermale sind im allgemeinen nicht gefährlich.Manche Muttermale zeigen eine statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit , sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Melanomen ("schwarzer Hautkrebs") umzuwandeln. Ob, wann und warum dies geschieht, weiß niemand im voraus. Sollte ein Muttermal aufgekratzt sein, bluten, rasch wachsen, jucken oder sich sonstwie verändern, so sollte man es allerdings umgehend dem Hautarzt zeigen. Er kann mit der Lupenleuchte genau beurteilen, ob es sich nicht doch um ein gefährliches Melanom handelt. 

"Können Muttermale entarten?"

Manche Muttermale zeigen eine statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit , sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Melanomen ("schwarzer Hautkrebs") umzuwandeln. Ob, wann und warum dies geschieht, weiß niemand im voraus. Hautärzte nennen auffällige Muttermale "dysplastische Nävi". Sie können einzeln und spontan, aber auch familiär gehäuft vorkommen (man spricht dann vom "familiären dysplastischen Nävussyndrom"). Manche Menschen aus solchen Familien haben dutzende oder hunderte Muttermale, von denen viele "dysplastisch" sind. Die Melanomgefahr ist bei ihnen gegenüber anderen Menschen stark erhöht. Dysplastische, auffällige Muttermale sind noch kein Krebs. Wenn sie entfernt und mikroskopisch untersucht wurden, besteht also auch keinerlei Grund zu Besorgnis. Allerdings sollten andere Muttermale dann regelmäßig kontrolliert werden. Dysplastische Muttermale und Melanome können glücklicherweise sehr früh erkannt werden. 

"Woran ist ein auffälliges, dysplastisches Muttermal zu erkennen?"

Dysplastische Muttermale sind an der ABCDE-Regel zu erkennen: 
A steht für Asymmetrie: Gutartige Muttermale sind rund und symmetrisch. Auffällig ist eine asymmetrische Form.
B steht für Begrenzung: Die Begrenzung sollte scharf sein. Auffällig ist eine zackige oder unregelmäßige Begrenzung.
C steht für Color (=Farbe): Normal ist eine gleichmäßige Farbe. Sehr scheckige, farbenfrohe Muttermale sind verdächtig.
D steht für Durchmesser: Verdächtig sind Muttermale, die größer als 5 mm Durchmesser sind. Melanome können allerdings auch kleiner sein. 
E steht für Erhabenheit: Erhabene Anteile in sonst glatten Muttermalen sind verdächtig. 
Hautärzte besitzen spezielle Untersuchungsverfahren, um diese - sehr groben Kriterien - besser zu unterscheiden: Dermatoskopie, Auflichtmikroskopie.

"Muttermale entfernen"

Muttermale können auf viele Arten entfernt werden : Herausschneiden, Vereisen, Lasern... Die Entfernung von Muttermalen kann aus medizinischen Gründen (Krebsvorsorge) oder aus ästhetischen Gründen erfolgen. Zusammen mit Ihrem Hautarzt können Sie entscheiden, welches Verfahren im Einzelfall das beste Verhältnis von Aufwand und schönem Ergebnis bietet. Und selbst wenn das Muttermal schon entartet war - keine Angst: wenn ein schwarzer Hautkrebs im Frühstadium erkannt wird, besteht nach operativer Entfernung eine Heilungsrate von nahezu 100% ! Früher glaubten viele Menschen, daß man an Muttermale "nicht rühren" dürfe - daß man also durch eine Operation die Bösartigkeit erst hervorrufe. Es ist definitiv bewiesen, daß diese volkstümliche Angst völlig falsch ist: je früher die Operation, umso besser die Heilungschance.  Oft ist es schwierig, Muttermale von den vielen anderen dunklen Flecken der Haut abzugrenzen. Neben auffälligen Muttermalen gibt es noch viele andere dunkle Flecken der Haut: Altersflecken an Handrücken und Gesicht (Lentigo, Lentigines, Lentigo senilis), Alterswarzen (Basalzellpapillome, seborrhoische Warzen), Hautschwielen (aktinische Keratosen).... Sie sollten dunkle Hautflecken stets vom Hautarzt begutachten lassen, denn nur er kennt die Unterschiede der verschiedenen Arten. Informationen zur Erkennung und Behandlung finden Sie auf den jeweiligen Seiten. Wir hoffen, dass Sie Ihre Hautkrankheit jetzt besser verstehen. Viele weitere Informationen finden Sie in unseren Patientenratgebern, die im Buchhandel erhältlich sind. 

Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser Peschelanger 11   81735 München   089-677977 www.drbresser.de 

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