Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Bowen Karzinom, Morbus Bowen, Erythroplasie

Was ist Bowen - Hautkrebs und Morbus Bowen?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München 

"Was ist ein Bowen - Karzinom, was ist M. Bowen?"

Ein Bowen- Karzinom ist eine wenig aggressive Art von "weissem Hautkrebs", typischerweise des älteren Menschen (am häufigsten zwischen 70. und 80 Lebensjahr, eher bei Frauen). Es zählt zu den sogenannten Plattenepithel-Karzinomen und ist dem Spinaliom (Stachelzellkrebs) verwandt.  Glücklicherweise handelt es sich um eine Tumorart, welche selten die gefährlichen, lebensbedrohlichen Tochtergeschwulste (Metastasen) bildet. Lebensgefahr besteht also zumeist nicht. Unbehandelt wachsen Bowen-Carcinome allerdings in die Tiefe und die Breite der Haut, sodass Sie diese und Organe unter der Haut zerstören können. Sie müssen daher möglichst frühzeitig entfernt werden. Die Häufigkeit (Epidemiologie) dieser Krebsarzt ist übrigens sehr schlecht untersucht; das Bowenkarzinom ist  aber sicherlich seltener als Basaliom oder Spinaliom. 

"Wie ensteht das Bowen-Karzinom?"

Das Bowen-Carcinom scheint durch mehrere Ursachen ausgelöst zu werden. Meist entsteht es aus einem Morbus Bowen. Früher war eine chronische Zufuhr von Arsen der häufigste Auslöser - Arsen wurde oft als Medikament gegeben oder in den Weinbergen als Spritzmittel verwendet. Die Winzer tranken das Arsen mit dem frisch gepressten Traubensaft, sodass dieser Hautkrebs eine Berufserkrankung von Winzern und anderen Berufen mit Arsenkontakt ist. Auch beruflicher Umgang mit Teerprodukten erhöht das Risiko.  Wissenschaftler haben in den letzten Jahren festgestellt, dass bei vielen Patienten die krebsauslösenden Viren vom Typ HPV 16, auch 18, 31,33 eine Rolle spielen. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung spielen wohl auch der individuelle Hauttyp und übermässige und langjährige Sonneneinwirkung.  

"Was ist ein Morbus Bowen?"

Als Morbus Bowen bezeichnet die Medizin eine sehr frühe Form des Bowen-Carcinoms. Man spricht von einem Carcinoma in situ - einem "Krebs in Entstehung".  Der Morbus Bowen sieht oft wie eine münzförmige, einzeln stehende Ekzem- oder Schuppenflechte-Stelle aus. 60% der Patienten haben einen solchen Herd, 40% mehrere davon. Die Herde sind scharf begrenzt, manchmal auch bizarr geformt.  Oft wird er jahrelang übersehen, da sie sehr langsam wachsen und viele andere Hautkrankheiten imitieren können. Bei einem "Ekzem", einzelner Stelle einer "Schuppenflechte", einem "Pilz" oder einer "Hautentzündung", die lange nicht auf eine äusserliche Behandlung anspricht, sollte der Facharzt immer an einen Morbus Bowen denken und eine Hautprobe entnehmen. Bis zu 50% der M.Bowenstellen entwickeln sich letztlich in einen Bowen-Krebs.  Eine Sonderform ist die sogenannte "Erythroplasie de Queyrat". Das ist ein Morbus Bowen der Schleimhaut: an Penis oder Eichel des männlichen Gliedes, der Scheide der Frau oder der Mundschleimhaut entstehen sie als rötliche, flache Herde. Am häufigsten sind aber Kopf, Hals, Unterschenkel, Arme und Hände betroffen. 

"Ist der Bowen-Krebs heilbar?" 

Morbus Bowen und Bowenkarzinom sind mit hoher Sicherheit heilbar. Wie bei jedem Krebs ist eine frühzeitige Diagnosestellung wichtig. Jeder verdächtige Herd sollte dem Hautarzt gezeigt werden. Hautärzte können zwischen verschiedenen operativen und nichtoperativen Heilverfahren wählen (s.u.). 

"Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?"

Folgendes sind die wichtigsten Regeln bei der Behandlung des Bowen-Karzinoms:  * regelmässige Hautkrebsvorsorge zur Früherkennung  * Hautkrebs frühzeitig entfernen lassen

  • anschliessend regelmässig die Haut vom Hautarzt untersuchen lassen
  • Sonne meiden
  • Im Sommer und im Urlaub im Freien Hut und Kleidung tragen
  • Sonnenschutzcremes mit hohem Sonnenschutzfaktor verwenden

Zur Vorbeugung gegen erneute Krebsentstehung besteht die Möglichkeit, nach der Operation eine naturheilkundliche Krebs-Nachbehandlung durchzuführen. Ich werde Sie gerne diesbezüglich beraten.  

"Die Behandlung des Bowenkarcinoms und des M.Bowen"

Vor der endgültigen Behandlung wird die Diagnose vom Hautarzt durch eine Probeentnahme sichergestellt. Die mikroskopisch - histologische Untersuchung bestätigt den Verdacht des Dermatologen. Die beste Behandlung besteht darin, den Tumor mit Abstand in gesunder Haut herauszuschneiden. Wir verwenden dabei die modernsten mikrochirurgischen Operationstechniken. Die Operation ist fast immer ambulant und schmerzfrei durchführbar. Der entfernte Tumor wird immer mikroskopisch untersucht. So kann ich Ihnen sicher sagen, ob alles bösartige Gewebe entfernt wurde. Die Häufigkeit eines Wiederauftretens liegt allerdings nach der Operation bei bis zu 19%. In bestimmten Situationen kann es sinnvoller sein, den Hautkrebs durch Bestrahlung, Vereisung, Chemotherapie, Elektodesikkation, Kurettage, Röntgenbestrahlung oder Laserbehandlung zu zerstören. Neue Verfahren der Lichttherapie (PDT = photodynamische Therapie) oder tumorzerstörende Cremes (Aldara, Imiquimod, 5-Fluoruracil usw) wenden wir selbstverständlich ebenfalls an - falls das Stadium und die Art des Tumors dies erlauben. In den meisten Fällen ist allerdings die Operation noch immer die beste Behandlung. Nach der Therapie muss eine regelmässige, mindestens einmal jährliche Begutachtung der Haut durch den Facharzt erfolgen.  

Gerne entfernen wir auch Ihren Morbus Bowen. Bitte vereinbaren Sie eine Termin unter Tel 089-677977

Ihre  derma-Praxis Dr. med. H. Bresser Peschelanger 11, 81735 München, tel 089-677977, www.drbresser.de 

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