Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Malignes Melanom , schwarzer Hautkrebs

Was ist das Maligne Melanom? Wie gefährlich ist der schwarze Hautkrebs? Wie behandelt man ein Melanom in der Hautarztpraxis?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

Die wichtigsten Infos zum Melanom

  • Das Maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebs
  • Melanome können knotig, flach, dunkel und hell aussehen
  • Melanome streuen relativ rasch
  • Früh entdeckt, sind Melanome heilbar
  • In den letzten Jahren wurden gut wirksame, neue Medikamente gegen Spätstadien entwickelt

Ausführliche Informationen zu den Formen, den Stadien und Risiken, den Heilungschancen, der Behandlung und der Früherkennung finden Sie im folgendem Text.

"Was ist ein Melanom, der schwarze Hautkrebs?"

Der schwarze Hautkrebs heisst mit wissenschaftlichem Namen "Malignes Melanom" - das bedeutet: "bösartiges" Melanom. Es handelt sich um eine Hautkrebsart, die in 90% der Fälle aus pigmentbildenden Hautzellen der basalen Epidermis entsteht (aus "Melanozyten" in der untersten Schicht der Oberhaut). Selten kann das Melanom auch aus Pigmentzellen der Lederhaut, der Schleimhäute, der Hirnhaut, des Auges, des Innenohrs oder Darms entstehen. 

"Welche Formen des Melanoms gibt es?"

Es gibt verschiedene Formen des schwarzen Hautkrebses. Die heute gängige Einteilung unterscheidet: knotige Formen (noduläres Melanom NM, e: nodular melanoma, ca. 20% Häufigkeit), flache Formen (superfiziell spreitendes Melanom SSM, e: superficial spreading melanoma, ca. 60%), spezielle Melanome an Händen und Füssen (akrolentiginöses Melanom ALM, e: acral-lentiginous melanoma, ca. 5%), Lentigo-maligna-Melanom (LMM, ca. 10%), unklassifizierbare Melanome (zB Schleimhäute, Augen, desmoplastisches MM, Melanom auf grossem kongenitalem Nävus, maligner blauer Nävus), und die besonders tückischen "farblosen" Melanome (amelanotische Melanome, e: amelanotic malignant melanoma). Als Vorläufer des Melanoms gelten das Melanoma in situ und die Lentigo maligna.


Je dicker ein Melanom, umso tiefer ist es meist schon in den Körper eingedrungen. Je tiefer der Hautkrebs eindringt, umso grösser ist die Gefahr, dass sich einzelne Melanomzellen vom Tumor lösen und über Blutgefässe oder Lymphbahnen im Körper streuen. So verändert sich die durchschnittliche Überlebensdauer je nach Dicke des Melanoms. Je später entdeckt, umso tiefer eingedrungen, umso gefährlicher ist das Melanom. Durch die Vorsorgekampagnen der letzten Jahre werden in unseren Hautarztpraxen glücklicherweise Melanom immer früher entdeckt, sodass die meisten Melanompatienten heute geheilt werden können.

"Welche Stadien des Melanoms gibt es?"

Um das Risiko, die Ausbreitung, den eventuellen Verlauf und die richtige Behandlung einschätzen zu können, wird jeder Tumor in ein Stadium eingeteilt. Früher war eine Stadieneinteilung nach Clark üblich, die bei Melanomen heute noch oft angegeben wird (Clark Level I - IV). Die gängigen Leitlinien empfehlen heute eine Einteilung nach der Dicke des primären Tumors (T, sog. Tumordicke nach Breslow), einem möglichen Befall der Lymphknoten (N), und dem Vorliegen von Fernmetastasen (M). So ensteht die sog. pTNM-Einteilung in die Stadien 0, IA, IB, IIA, IIB, IIC, IIIA, IIIB, IIIC, IV. Neu eingeführt wurde die Mitoserate (Mitosen/mm2), die das Eindringstadium nach Clark ersetzt. Sehr wichtig für die Einteilung sind die Eindringtiefe des Tumors nach Breslow (gemessen unter dem Mikroskop bei der feingeweblichen Untersuchung nach der Operation) und die Frage, ob der Tumor schon geschwürig zerfallen ist. Die Feinheiten dieser Einteilung ändern sich immer wieder, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse dies erfordern.  

"Häufigkeit Melanom"

Das Melanom ist regional unterschiedlich. In Mitteleuropa leiden ca. 10 von 100 000 Einwohnern daran, in Australien oder Amerika etwa 30 - 45 / 100000. In Europa gibt es jährlich etwa 63 000 Neuerkrankungen und ca 17 000 Todesfälle, weltweit ca. 160000 neue Melanome und 41000 Todesfälle (soweit die Fälle erkannt und gemeldet werden). Die Häufigkeit steigt jährlich um ca. 4%, schneller als bei allen anderen Krebsarten. Melanome sind nur 4% aller Fälle von Hautkrebs, sie sind aber für 77 % der Todesfälle durch Hautkrebs verantwortlich. Anders ausgedrückt: von den 1930 geborenen Deutschen entwickelt 1 von 1500 irgendwann in seinem Leben ein Melanom; von den im Jahr 2000 geborenen Menschen dagegen wird schon 1 von 75 an einem Melanom leiden. Manche Melanomarten sind selten - bisher wurden zB nur 1000 Fälle von schwarzem Hautkrebs im Mund weltweit veröffentlicht.   

"Wie ensteht schwarzer Hautkrebs?"

Das Melanom ensteht, wenn einzelne pigmentbildende Zellen der Haut ("Melanozyten") ihre Wachstumsbremse verlieren und "entarten" - d.h. bösartig werden. Warum das geschieht, wissen wir nicht - die genaue Entstehungsursache des schwarzen Hautkrebses ist noch immer nicht bekannt. Normale Melanozyten leben in den äusseren Hautschichten und produzieren das braune und schwarze Pigment ("Melanin"), welches die Hautfarbe bildet. Die Sonne regt die Melaninbildung an - sonnengebräunte Haut entsteht durch gutartige Aktivität der Melanozyten. Das Hautpigment fängt gefährliche UV-Strahlen ab und schützt so tieferliegendes Gewebe. Bei der Krebsentstehung beginnen einzelne Melanozyten an einer Stelle des Körpers mit unkontrolliertem Wachstum. Diese bösartigen Zellen können in einem Muttermal sitzen, aber auch in normaler Haut. Etwa 50% aller Melanome entstehen aus einem Muttermal, aber 50% wachsen auch auf scheinbar normaler Haut. Viele Menschen fragen sich, wieso ein Hautkrebs denn überhaupt tödlich sein kann. Die Antwort: die ungeordnet, krebsig wachsenden Melanomzellen ersetzen und zerstören andere Körperzellen - ähnlich wie Unkraut einen Garten überwuchern kann. Solange sie nur am Ort der Entstehung wuchern, sind sie - meist - nicht lebensgefährlich. Bei längerem Bestehen "fressen" sie aber sozusagen Blutgefässe und Lymphgefässe an, sodass einzelne der Zellen mit dem Blutstrom auf die Reise durch den ganzen Körper gehen. Irgendwo bleiben sie dann hängen und wuchern weit entfernt vom eigentlichen Krebsherd weiter. So entstehen Tochtergeschwulste ("Metastasen") an weit entfernten Stellen. Diese Tochtergeschwulste sind die eigentliche, grosse Gefahr - denn ein Melanomknoten in Leber, Knochen oder Gehirn kann den Mensch töten. 

Sicherlich spielt eine angeborene Anlage bei der Entstehung des Hautkrebses eine Rolle, denn Melanome kommen in bestimmten Familien gehäuft vor. Rot-blonde Menschen (Hauttyp I)  haben ein ca. 7 fach erhöhtes Melanomrisiko im Vergleich zu sonnenunempfindlichen, südländischeren Menschen (Hauttyp III). Andererseits findet sich das sog. akrolentiginöse Melanom gesonders häufig an den Füssen dunkelhäutiger Menschen - wir wissen nicht, warum. Übermässige Sonnenbelastung der Haut ist jedenfalls bei weissen Menschen ein wichtiger Risikofaktor. Insbesondere Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko deutlich, später einmal ein Melanom zu entwickeln. Auch die Zahl der vorhandenen Muttermale spielt eine Rolle: Menschen mit sehr vielen Muttermalen sind statistisch eher durch schwarzen Hautkrebs gefährdet. Vor allem die auffälligen Muttermale ("dysplastische Nävi", siehe dort) sollten engmaschig kontrolliert werden. Schwarzer Hautkrebs kann sich plötzlich aus unauffälligen Muttermalen, aber auch spontan aus normaler Haut entwickeln. Melanome können braun oder schwarz, rot oder farblos sein.

"Handelt es sich um Krebs?"

Ja, es handelt sich um die gefährlichste Art von Hautkrebs. Melanome jeder Grösse können lebensgefährlich werden, denn sie neigen relativ rasch dazu, Tochtergeschwulste im Körper abzusiedeln. Diese sogenannten Metastasen können das gesunde Gewebe verdrängen und zerstören. Sitzen sie in einem lebenswichtigen Organ (zB Gehirn, Lunge), so stirbt man daran. Je später der schwarze Hautkrebs erkannt wird, um so grösser ist diese Gefahr.  

"Sind Melanome heilbar?"

Wie alle Formen des Hautkrebs sind auch Melanome heilbar, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden. Das ist der Sinn der Hautkrebsvorsorge (siehe dort): je früher das Melanom entdeckt wird, umso geringer ist die Gefahr einer gefährlichen Absiedelung im Körper. Durch die Aufklärungsprogramme in der Öffentlichkeit und die Krebsvorsorge beim Hautarzt werden zwar immer mehr Melanome entdeckt - es gibt keine Krebsart, deren Häufigkeit in Deutschland schneller zunimmt.  Glücklicherweise erkennen Hautärzte die Krankheit jedoch in immer früheren, gut heilbaren Stadien. Die Heilungsquote ist daher in den letzten Jahren immer besser geworden. Wenn ein Melanom im Frühstadium entdeckt und entfernt wird, besteht sogar eine weit über 90% Heilungschance. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, sich regelmässig untersuchen zu lassen.

"Warum die die Früherkennung des malignen Melanoms so wichtig?"

Je früher ein Melanom erkannt und operativ entfernt wird, umso geringer ist die Gefahr, dass sich schon - vielleicht tödliche  - Tochtergesschwulste im Körper gebildet haben. Das wichtigste Merkmal der "Gefährlichkeit" des Melanoms ist die sog. Tumordicke, die nach der operativen Entfernung vom Histologen im Mikroskop gemessen wird. Wenn das Melanom bei der Operation weniger als 1 mm dick war, so entspricht die sogenannte 10 Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit des Kranken derjenigen der "Normalbevölkerung". Das bedeutet: Laut Statistik ist der Kranke nach der Operation gesund, er lebt genauso lange, als ob er kein Melanom gehabt hätte. Angst um das eigene Leben hat jeder, bei dem ein Melanom festgestellt wurde. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt die Statistiktabellen mit Überlebenswahrscheinlichkeiten zeigen. Höchstwahrscheinlich wird Ihnen das viel Angst nehmen, denn die meisten Melanom sind heute nach der Operation geheilt. Der Musiker Bob Marley starb übrigens an einem Melanom einer Zehe - er weigerte sich lange, zum Arzt zu gehen, obwohl seine Mitmusiker ihn immer wieder auf den blutenden Fleck am Fuss angesprochen hatten.

"Früherkennung des Melanoms"

Häufig wird ein Melanom entdeckt, weil der Betroffene selbst eine Veränderung an einem Muttermal bemerkt, oder ein neues Muttermal ungewöhnlich rasch wächst. Der Hautarzt begutachtet verdächtige Muttermal mit dem bloßen Auge, einer Lupe oder einer Vergrösserungskamera. Die Treffsicherheit des Arztes steigt nach vielen Untersuchungen mit seiner Ausbildung und Erfahrung. Allein die Anwendung einer Lupe (Dermatoskop) kann z.B. die Treffsicherheit schon um 35% erhöhen. 

"Was sind Tumormarker beim Melanom?"

Die Zahl der Menschen, deren Melanom rechtzeitig erkannt und geheilt wurde, steigt durch Krebsfrüherkennung ständig an. Trotzdem sterben noch ca. 20% aller Melanomkranken durch Tochtergeschwulste. Es ist sehr wichtig, frühzeitig eine Streuung des Tumors zu erkennen. Dazu dienen einerseits regelmässige Selbstuntersuchung der Haut, und regelmässige Untersuchungen beim Hautarzt (Nachsorgeuntersuchung). Bei fortgeschritteneren Melanomen können auch Blutuntersuchungen hilfreich sein, die den Patienten wenig belasten. Unter "Tumormarkern" versteht man Blutwerte, welche Hinweise auf Tochtergeschwulste geben können. Man versteht wissenschaftlich darunter sogenannte Makromoleküle, die im Blut nachweisbar sind. Ihr Auftreten oder ihre Vermehrung kann ein Hinweis auf das Wachstum von Tumorzellen sein (muss aber nicht!). In der Vergangenheit gab es für das Melanom nur sehr unzuverlässige Tumormarker (LDH, Albumin, Transaminasen).  Die am besten untersuchten Tumormarker beim Melanom sind " S 100 ß " und " MIA ". S100 und MIA sind Eiweissstoffe, deren Menge einen deutlichen Zusammenhang mit der Menge von Melanomzellen im Körper erkennen lässt. Der sog. LDH-Wert ist bei Tochtergeschwülsten wichtig zur besseren Prognoseabschätzung. Aber Achtung: Tumormarker sollten nicht aufs geradewohl bestimmt werden. Der Nachweis eines solchen Proteins beweisst alleine keinesfalls, dass tatsächlich Tochtergeschwulste vorhanden sind oder wachsen. Und das Fehlen bedeutet keine absolute Sicherheit, dass der Tumor geheilt wurde (Wissenschaftlich ausgedrückt: die Sensitivität liegt bei ca. 45%, die Spezifität bei ca. 90%, aber nur in späten Krankheitsstadien; in frühen Krankheitsstadien ist die Treffsicherheit noch geringer).  Sie sind zur Krebsfrüherkennung nicht geeignet, haben aber ihre Bedeutung bei der Nachsorge späterer Krankheitsstadien. S 100 kann auch bei Leber-, Nerven- oder Nierenkrankheiten erhöht sein,  MIA auch bei Rheuma, LDH bei vielen inneren Krankheiten. Selbst bei Kindern und Schwangeren findet man manchmal die Werte erhöht, ohne dass ein Melanom vorliegt.  

"Welche Risikofaktoren gibt es?"

Risikofaktoren sind Eigenschaften, bei deren Vorliegen sich das Risiko erhöht, einmal ein Melanom zu entwickeln. Es handelt sich dabei um mathematisch-statistische Werte: auch ein Mensch mit vielen Risikofaktoren muss keineswegs zwangsläufig einen Tumor bekommen (Beispiel: nicht jeder Raucher entwickelt Lungenkrebs, obwohl Rauchen ein starker Risikofaktor ist). Wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung eines Melanoms sind: 1) viele Muttermale (mehr als 100 melanozytäre Nävi) 2) viele atypische Muttermale (mehr als 5 dysplastische Nävi) 3) Sonnenschäden der Haut (viele aktinische Lentigines und aktinische Keratosen, viele Sonnenbrände bis zum 20 Lebensjahr) 4) Haarfarbe (rote Haare) 5) Hauttyp (Hauttyp 1 oder 2, helle Haut, blaue Augen) 6) wachsende Muttemale. So ist das Risiko für einen Menschen mit mehr als 100 Muttermalen im Vergleich zu einem anderen Menschen mit weniger als 15 Muttermalen um das ca. 7 fache erhöht. Menschen mit mehr als 50 Muttermalen, 5 atypischen Muttermalen und anderen Sonnenschäden tragen ein 100-faches Risiko für eine Melanomentwicklung.

"Was kann ich selbst tun?"

Vorbeugung ist die beste Waffe gegen jeden Krebs. Bei regelmässiger Vorbeugung gelingt es fast immer, die Krebsentstehung im Vorstadium zu entdecken und eine vollständige Heilung zu erreichen. 

  • Schützen Sie Kinder und Jugendliche vor jeder unnötigen und vermeidbaren Sonnenbestrahlng, vor allem aber vor Sonnenbränden
  • Beherzigen Sie die Vorbeugemassnahmen gegen Hautkrebs (siehe dort)
  • Untersuchen Sie sich selbst einmal im Monat bei hellem Licht vor einem Spiegel. Suchen Sie alle Körperstellen nach Veränderungen oder neuen Flecken, einschliesslich Genitalregion, After, Hände und Füsse, Nacken und Rücken. 
  • Lassen Sie alle Muttermale regelmässig vom Hautarzt begutachten (siehe Kapitel "Vorsorgeuntersuchung")
  • Bei jeder Änderung eines Muttermals sollte eine Kontrolle erfolgen, insbesondere bei Grössenwachstum, Blutung, Juckreiz oder Schmerz (ABCD-Regeln, siehe Kapitel "Auffällige Muttermale"). 
  • gehen Sie beim geringsten Verdacht sofort zum Hautarzt. Leider zögern viele Betroffene den Gang zum Facharzt aus der Angst hinaus, dieser könne etwas Bösartiges entdecken. Nebenbei: in früheren Zeiten bestand der Irrglaube, dass man dunkel Flecken der Haut möglichst "nicht anrühren" solle. Manche älteren Menschen denken noch immer, man solle Muttermale auch bei Veränderungen in Ruhe lassen und nicht operieren. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass dies falsch ist: je früher operiert wird, um so besser. Auch die Entnahme einer Hautprobe aus einem verdächtigen schwarzen Fleck erhöht keinesfalls das Krebsrisiko. 

"Die Behandlung des Melanoms"

Die beste Behandlung besteht darin, den Tumor möglichst frühzeitig mit grossem Abstand in gesunder Haut herauszuschneiden. Wir führen diese Operation sehr oft ambulant in unserer Praxis im Münchner Osten durch. Ein entferntes Muttermal bzw der entfernte Tumor wird immer zu einem spezialisierten Histologen (=Spezialarzt für mikroskopische Gewebeuntersuchungen) geschickt und mikroskopisch untersucht. So kann ich Ihnen sicher sagen, ob es Krebs war, welches Stadium vorliegt, ob alles bösartige Gewebe entfernt wurde und welche Nachuntersuchungen notwendig sind. Je nach Grösse oder Ausdehung des Melanoms muss oft zur Sicherheit mehr oder weniger viel gesundes Gewebe an den Rändern mitentfernt werden, da die gefährlichen Tochtergeschwulste oft in der unmittelbaren Umgebung des ersten Knotens entstehen. Die operative Entfernung von Melanomen im Frühstadium ("Melanome in situ", "Melanom Stadium O oder Stadium I") ergibt fast in 100% die vollständige Heilung. Bei grösserer Ausdehnung muss manchmal eine Nachoperation, eventuell auch in der Klinik angeschlossen werden.

Die bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, die nahegelegenen Lymphknoten mit zu entfernen ("sentinel lymph node biopsy"). Ob eine Chemotherapie sinnvoll ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Lassen Sie sich in jedem Fall einen Tumorpass ausstellen, damit alle weiterbehandelnden Ärzte über Ihre Krankheit informiert sind. Nach der Behandlung muss eine regelmässige, dreimonatige, später mindestens einmal jährliche Begutachtung der Haut durch den Facharzt für die Haut erfolgen. Ein erfahrener Blick kann meist entscheiden, ob ein Muttermal harmlos ist. 

Wir hoffen, dass diese Informationen Ihnen viele Fragen zum schwarzen Hautkrebs beantwortet haben. Offene Fragen sollten Sie mit Ihrem behandelnden Hautarzt besprechen.

Sie haben Fragen zu einem Hautmal oder dem Melanom? Bitte vereinbaren Sie ggf einen Sprechstundentermin in unserer Praxis Tel 089-677977

Ihre dermaPraxis Dr H Bresser, Peschelanger 11, 81735 München Tel 089-677977, www.drbresser.de

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