Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Eigenblut, Eigenblutbehandlung

Welche Formen der Eigenblutbehandlung gibt es? Wie hilft Eigenblut bei Hautkrankheiten und Allergien? 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München 

Eigenblut-Nosoden, Eigenblut, Eigenbluttherapie, Sauerstofftherapie, Ozontherapie sind altbewährte Naturheilverfahren, das in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten sind. Es existieren viele Varianten und Formen der Eigenblutbehandlung. 

"Wie enstand die Eigenblut-Therapie"

Aus naturheilkundlicher Grundsätzlich wird bei der Eigenblut-Therapie die Heilkraft des eigenen Blutes ausgenutzt. Seit dem Mittelalter setzen Naturheiler Blut des Menschen als Medizin ein. Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts beschäftigten sich zahlreiche bekannte Ärzte mit der Eigenblut-Therapie. Der Dermatologe Spiethoff entwickelte 1913 eine standardisierte Eigenblut-Methode, die in den nächsten Jahrzehnten bei zahlreichen Krankheiten (z.B. Syphilis, Herz-Kreislaufkrankheiten, Hauterkrankungen, Krebs uvm.). Im Jahre 1927 wurde sogar der Nobelpreis für Medizin an einen "Fiebertherapeuten" vergeben - ebenfalls eine unspezifische Reiztherapie. Eigenblutbehandlungen waren damals in allen Krankenhäusern üblich. Mit dem Aufkommen der Antibiotika-Medikamente nach dem 2. Weltkrieg hielt man die Eigenblut-Therapie für entbehrlich. Sie verschwand daher aus dem Repertoire der wissenschaftlichen Medizin. Seit man die Probleme der Antibiotika-Therapie näher kennt, wird die Eigenblut-Therapie von zahlreichen niedergelassenen Ärzten und Heilpraktikern wieder gerne eingesetzt.  

"Wie wirkt die Eigenblut-Therapie?"

Aus naturheilkundlicher Sicht kann eine Krankheit nur von den Selbstheilungskräften des Kranken selbst besiegt werden. Alle Heilverfahren und Medikamente dienen lediglich dazu, diese Selbstheilung anzuregen, in Gang zu setzen oder zu unterstützen. Aus wissenschaftlicher Sicht "reizt" man damit das Immunsystem so lange, bis es die Krankheit besiegt hat. Die Eigenbluttherapie zählt im Rahmen der Naturheilverfahren zur unspezifischen Reiztherapie. Naturheiler sind der Überzeugung, daß schwache Reize die Selbstheilungsvorgänge des Körpers anfachen, mittelstarke Reize sie hemmen und starke Reize die Selbstheilungsmöglichkeiten aufheben.  

"Welche Krankheiten können mit Eigenblut behandelt werden?"

Von Grippe, Heuschnupfen und Allergien über Immunschwäche, Immundysfunktionen, bis zu Erschöpfung, Kopfschmerz, Rheuma, Hautgeschwüren, Neurodermitis oder Schuppenflechte lassen sich zahlreiche Krankheiten mit Eigenblut behandeln. Vor der Behandlung sollte der Arzt klären, ob eine schwache, starke oder mittelstarke Reiztherapie sinnvoll ist. Je nach Problemlage kann eine einfache Eigenblutbehandlung, eine Behandlung mit homöopathischen Eigenblutnosoden oder Ozon-Sauerstoff sinnvoll sein.  

"Die Durchführung der Eigenblutbehandlung"

Es wurden zahlreiche Varianten der Eigenblutbehandlung entwickelt. Die einfachste Behandlung läuft folgendermaßen ab: der Therapeut entnimmt wenige Tropfen oder eine kleine Spritze voll Blut, verdünnt diese und spritzt es sofort wieder in den Gesäßmuskel. Diese Behandlung wird oft als vorbeugende Kur gegen Infektionskrankheiten im Herbst eingesetzt. Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit sogenannten Eigenblut-Nosoden gemacht. Dabei wird ein wenig Blut entnommen und mit einer speziellen Technik mit einem homöopathischen Medikament vermischt. Diese Mischung wird dem Kranken ebenfalls wieder in den Gesässmuskel gespritzt. Bekannt sind auch die kleine und grosse Eigenblut-Ozon-Therapie. Dabei werden bis zu einem Viertel Liter Blut entnommen (wie bei einer Blutspende), mit hochkonzentriertem Ozon-Sauerstoff angereichert und vermischt; diese sauerstoffreiche Mischung wird als Infusion wieder in die Vene infundiert.  

"Nebenwirkungen der Eigenbluttherapie"

Grundsätzlich ist die Eigenblutbehandlung arm an Nebenwirkungen. Lediglich bei Ozon-Sauerstoffbehandlungen sind schwere Nebenwirkungen durch fehlerhafte Bedienung älterer Geräte bekannt. Wie bei jeder Blutentnahme, Infusin oder Spritze kann es zu Bluterguss, Entzündung oder kleineren Verletzungen kommen. Ein gewisses Risiko von Schmerzen und Unverträglichkeitsreaktionen bestehen (Schwindel, Kopfschmerzen, Fieber, Herzklopfen, Urtikaria). Auch sämtliche bekannte Folgen fehlerhafter und/oder unsteriler Injektionstechniken (Abszess usw.) sind möglich. Manchmal handelt es sich dabei allerdings um ein erwünschtes Zeichen dafür, dass der Reiz der Behandlung das Immunsystem heilend aufwirbelt. Der Arzt wird also häufig nur aufgrund seiner klinischen Erfahrung entscheiden können, wann eine körperliche Reaktion als notwendiger, heilsamer Teil der Methode und wann als behandlungsbedürftige Nebenwirkung zu werten ist.  

"Kosten der Eigenblutbehandlung"

Je nach gewähltem Verfahren entstehen Kosten zwischen etwa 18 Euro pro Behandlung und einigen Hundert Euro. Die gesetzlichen Kassen übernehmen zuweilen die Kosten der einfachen Eigenblut-Therapie. Eigenblutnosoden, Infusions-Behandlungen, Ozon-Eigenbluttherapie usw. werden meist nicht übernommen. Die Kosten der Behandlung müssen wir Ihnen daher als privatärztliche Leistung in Rechnung stellen. Privatversicherte Patienten haben im allgemeinen keine Probleme bei der Kostenübernahme.  
Wir hoffen, dass Ihnen diese Seite nützliche Informationen zu einem interessanten Naturheilverfahren vermittelt hat. Oft kombinieren wir die Eigenblutbehandlung mit anderen schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Verfahren (zB Akupunktur, pflanzlicher Therapie, Vitamin C Hochdosisbehandlung). Ob die Eigenblutbehandlung eine sinnvolle Massnahme bei Ihnen ist sein kann, sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt klären. 

Wir informieren Sie gerne bei einem Beratungsgespräch. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter Tel 089-677977

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