Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Propolis

Was ist Propolis? Wie kann Propolis bei Hautkrankheit und Verletzungen helfen? 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

Was ist Propolis?

Propolis ist eine von Bienen erzeugte, braungelbe, aromatisch riechende harzartige Substanz. Propolis wird auch Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, Kittharz oder Kittwachs genannt. 

Welche Funktion hat Propolis im Bienenstock?

Warme, feuchte Bienenstöcke sind ideal Brutstätten für Krankheiten, die jedes Bienenvolk ständig bedrohen. Bienen produzieren und nutzen Propolis zur Krankheitsbekämpfung in Ihrer Behausung. Einerseits dichten sie damit kleine Spalten und Ritzen ab und verhindern so das Eindringen von Schädlingen und Mikroben. Andererseits hemmen oder töten sie damit in den Stock eingeschleppte Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen. Dazu werden zB das Innere der Brutzellen mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Im Bienenstock vorhandene, grössere Tierleichen (Wespen, Käfer, Mäuse) oder anderer Schmutz werden mit dem Bienenleim überzogen, mumifiziert und damit unschädlich gemacht (nebenbei: deshalb nutzte man im alten Ägypten Propolis zur Mumienherstellung). Ein Bienenvolk kann zwischen 50 und 500 g Propolis pro Jahr produzieren, den Grossteil davon im Herbst, wenn das Harzangebot gross ist. 

Aus was besteht Propolis?

Propolis besteht im Prinzip aus weiterverarbeitetem Baumharz und Pollen. Baumknospen und Baumwunden schwitzen eine harzige Substanz aus, in Europa hauptsächlich Birken, Buchen, Erlen, Fichten, Pappeln, Rosskastanien und Ulmen. Bienen sammeln dieses Harz und versetzen die Grundsubstanz mit eigenen Enzymen und Fermenten, sodass etwa etwa 30 % Wachs, etwa 5 % Pollenanteilen, etwa 10 % ätherischen Ölen aus den Blütenknospen und Speichelsekret enthalten sind. Auch Verschmutzungsspuren von Bienenteilen und kleinsten Holzstücken sind in der klebrigen Substanz enthalten. Propolis ist reich an Flavonoiden , Gummi, Phenolen und Polysacchariden.

Herstellung von Propolis

Der Imker gewinnt Propolis, indem er ein Propolisgitter unter einen undichten Bienenstockdeckel legt. Die Bienen möchten diese Undichtigkeit schliessen und verkitten das Gitter. Das Gitter wird danach entnommen und das Propolis abgekratzt oder in einen Gefrierschrank gelegt. Da das Bienenkitt bei tiefen Temperaturen spröde wird, springt es beim leichten Biegen des Kunststoffgitters einfach ab. Meist wird die Substanz danach noch gereinigt und gefiltert. 

Welche Wirkungen hat Propolis?

Propolis wirkt antioxidativ, antimikrobiell und virustatisch. Es gibt zahlreiche biochemische und tierexperimentelle wissenschaftliche Untersuchungen zu diesen Wirkungen. Die antibiotischen Wirkungen von wässrigen und alkoholischen Propolis-Extrakten sowie einzelner Propolis-Inhaltsstoffe gegen gram-positive und gram-negative Keime sind gut dokumentiert. Auch eine antivirale Wirkung gegenüber Rhinoviren und Herpesviren  und eine antimykotische Wirkung gegen Candida albicans und Hautpilze (Dermatophyten) ist bewiesen. Seine wundheilungsfördernden und granulierenden Effekte sind wohl durch Apigenin und Luteolin erkärbar. Im Tierversuch sind sogar cytotoxische und krebshemmende Wirkungen erwiesen. Da Propolis ein immer unterschiedliches Gemisch zahlreicher Stoffe ist, kann seine Zusammensetzung und Wirkung stark variieren.

Welche medizinische Bedeutung hat Propolis?

In der volks- und naturheilkundlichen Medizin kann Propolis bei zahlreichen Beschwerden genutzt werden. Es wird zu Tinkturen, Salben, Mundwasser, Lutschtabletten und Kapseln verarbeitet. Äußerlich wirk Propolis vorbeugend und heilend bei Hautirritationen, Pilzinfektionen, Entzündungen und Verletzungen der Haut (Sonnenbrand, kleinere Schnitt- oder Schürfwunden, Ekzeme, medizinische Fußpflege). Auch an der Schleimhaut kann es zur  medizinischen Zahn- und Mundhygiene, bei kleineren Verletzungen im Mundraum, Aphthen, Entzündungen der Analschleimhaut eingesetzt werden. Ethanolische Sprays und Lutschpastillen werden zum Schutz vor Infektionen und zur unterstützenden Behandlung bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum erprobt. Manche Pflegeprodukte für Haut und Haare enthalten Propolis. Innerlich wird Propolis traditionell zur Stärkung der Immunabwehr, der Vorbeugung vor Erkältungskrankheiten und als mildes Antibiotikum gegeben. Bei Tieren hilft es zur Vorbeugung von Wurmbefall. Pollenallergiker sollten Propolis wegen seines Pollengehalts meiden. Kontaktallergien gegen Propolis sind nicht selten und entstehen i.a. durch die längere Anwendung von propolishaltigen Salben oä. Propolis wird deshalb vom Allergologen bei unklaren Ekzemen routinemässig im Pflastertest mitgetestet. 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Seite nützliche Informationen zu Propolis in der Dermatologie vermittelt hat. Ob eine Propolisanwendung bei Ihnen sinnvoll ist, sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt klären. Bitte vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter Tel 089-677977 

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