Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Teebaumöl in der Dermatologie

Was ist Teebaumöl? Welche Therapie ist damit in unserer Hautarztpraxis in München möglich? 
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

In Laienkreisen hat die Selbstbehandlung mit Teebaumöl in den letzten Jahren weite Verbreitung gefunden. Auch bei Hautkrankheiten und Allergie wenden wir diese Pflanze in unserer Hautarztpraxis in München an.  

"Was ist Teebaumöl ?" 

Teebaumöl ist ein flüssige, ölige Substanzmischung. Sie wird durch Destillation aus den Blättern und Zweigen des australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gewonnen. Auch andere sog. Myrtengewächse enthalten Teebaumöl. Der Hauptwirkstoff des Öls ist Terpinen-4-ol; davon soll in einer wirksamen Cremes oä mindestens 30% enthalten sein. Es gibt ca. 300 Teebaumvarianten in Australien - übrigens ohne biologische Verwandtschaft zum schwarzen (Trink-) Tee.  

"Wie wirkt Teebaumöl ?" 

Schon die Aborigines zerrieben Teebaumblätter in Lehmpackungen als Wundbehandlung, bei Hautinfektionen, Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen und beim Lausbefall. Teebaumöl war sogar Teil der Erste-Hilfe-Ausrüstungen der australischen Soldaten im zweiten Weltkrieg. Zahlreiche wissenschaftl. Untersuchungen belegen die Heilpotenz der Pflanze. Besonders wirksam sind die Inhaltsstoffe Cineol (eukalyptusartiger Riechstoff), Monoterpenol und Monoterpen. Teebaumöl guter Qualität ist teuer und wird besonders schonend destilliert. Es ist gut kombinierbar mit Lavendelöl und besitzt antibakterielle, entzündungshemmende und antimykotische Eigenschaften. Als bewährte Indikationen gelten heute Wunden, Ekzeme, Akne, kurz alle Hautentzündungen, Dellwarzen, Muskelschmerzen. Teebaumöl findet aufgrund seiner antiseptischen, bakterien- und pilztötenden Wirkung Verwendung in vielen frei verkäuflichen Hautcremes. Es ist im Europäischen Arzneibuch enthalten, jedoch gibt es aufgrund von fehlenden Fertigarzneien keine gesicherten Indikationen oder nachgewiesene Wirkstärken. Teebaumöl wird auch in vielen Pflegeprodukten eingearbeitet, wie zB Shampoos, Deos, Badezusätze, Zahnpasta, Seifen... Meist ist ca. 5 - 10% Teebaumöl enthalten. Wir verwenden Teebaumöl im Rahmen der Phytotherapie als eine von vielen Pflanzen.  

"Nebenwirkungen von Teebaumöl" 

Nach Anbrechen von Teebaumölprodukten sollten diese rasch verbraucht werden, da bei älteren Mittel schnell "ranzig" werden und eine deutlich erhöhte Allergiegefahr besteht. Teebaumöl ist kein zugelassenes Arzneimittel und wird als Kosmetikum verkauft. Unverdünntes Teebaumöl ist u.U. eine gesundheitsschädliche Substanz, da es Kontaktallergien auslösen kann. Auslöser der Kontaktallergien sind dabei unterschiedliche Anteile des Öls und deren Oxidationsprodukte. Je älter das Öl ist, desto größer wird das Risiko, da der Anteil der Zersetzungsprodukte ansteigt. Bereits nach vier Tagen beginnt der Alterungprozess des Öls, es sollte daher immer lichtgeschützt bei Temperaturen unter 25°C aufbewahrt werden. Bei allergologischen Tests waren 2003 ca. drei Prozent der getesteten allergisch; sie hatten Teebaumöl meist häufig und längere Zeit aufgetragen. Vor einigen Jahren war Teebaumöl ein richtiges Modeprodukt, heute ist der Markt der Teebaumöl-Cremes deutlich kleiner geworden. Trotzdem sollte man bei vernünftiger Anwendung auf die hilfreiche Heilkraft dieses Pflanzenproduktes nicht verzichten.  Viele weitere Infos zur Pflanzlichen Therapie finden Sie auf unserer Webseite Propolis und  pflanzliche Therapie. 

Ihr dermaPraxis Dr. H. Bresser Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977 www.drbresser.de 

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