Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Eingewachsener Zehennagel, Nagelbettentzündung, Laser Operation

Wie entsteht ein eingewachsener Zehennagel = Unguis incarnatus?  Welche Operation hilft bei Nagelbettentzündung?

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München 

Hilfe mit Laseroperation bei eingewachsener Zehennagel in München: die richtige Behandlung für eingewachsene Nägel

Kaum etwa kann uns schmerzhafter quälen als eingewachsene Nägel der Zehen und Nagelbettentzündung. Dabei leichen viele Menschen lange an einem eingewachsenen Zehennagel, einer Nagelbettentzündung oder anderen Nagelkrankheiten. Sie fürchten sich vor der ärztlichen Behandlung, weil sie wahre Horrorgeschichten über die Nageloperation gehört haben. Diese Angst vor einer Operation des eingewachsenen Nagels ist unbegründet. Lesen Sie, wie wir heute Zehenentzündung mit Laser schmerzarm heilen können.  

Was sind eingewachsene Nägel = Unguis incarnatus = ingrown toenail?

Eingewachsene Fussnägel sind schmerzhaft, behindern das Gehen, sind hässlich und quälen den Betroffenen meist lange Zeit. Der Nagelwall ist gerötet und schmerzhaft, und oft bildet sich um den Nagel an der Seite "wildes Fleisch". Der entzündete Zeh kann nässen und eitern. Meist bestehen starke Schmerzen durch den eingewachsenen Zehennagel. Viele Menschen lassen sich nicht behandeln, weil sie gehört haben, die Behandlung und Operation sei selbst unangenehm und schmerzhaft - denn der Arzt würde die Nägel schliesslich "ausreißen", das heisst komplett operativ entfernen. Früher mag es solche Operation des eingewachsenen Nagels öfters gegeben haben. Heute ist diese Angst völlig unbegründet, da die moderne Operation mit Laser schonend und schmerzfrei abläuft. 

Ursache von Nagelbettentzündung und eingewachsene Fussnägel

Füsse stützen und tragen den Körper. Sie leisten Schwerstarbeit. Die Ursachen für Fusskrankheiten sind klar: angeborene Fehlstellungen oder Deformierungen der Zehen, untrainierte Fussmuskeln, falsches Schuhwerk, Übergewicht, fehlende oder falsche Fuss- und Nagelpflege, belastende Sportarten (zB Fussball). Besonders gefährdet sind Menschen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Durchblutungsstörungen und Gefühlsstörungen der Fussnerven. Bei ihnen heilen Fussverletzungen, zB nach dem Nagelschneiden, nur sehr langsam. Viele Fusskrankheiten entstehen durch mangelhafte Hygiene (Fusspilz, Infektionen, Viruswarzen) oder ständiges Aneinanderdrücken der Zehen oder Zehenknochen (Druckstellen, Hühneraugen). Bei Fussballern und Bergsteigern gehören Krankheiten der Grosszehnägel fast zum Sport dazu, weil die Zehennägel extrem belastet werden. Aber auch das Zurückschieben der Nagelhaut aus ästhetischen Gründen, oder ständige Handarbeit in Feuchtigkeit kann zu chronischer Nagelbettentzündung führen.  

Häufige Nagelkrankheiten als Ursache der eingewachsenen Zehennägel

Häufige Fehlbildungen des Fusses als Ursache für eingewachsene Nägel sind Senkfuss, Knickfuss, Spreizfuss und Hohlfuss. Typische Folgen sind eingewachsene Zehennägel, Nagelbettentzündung, Warzen, Überbeine, Hühneraugen, Druckstellen, Hammerzehen, Krallenzehen, Schwielen und Hornhautschrunden. Holznägel, gespaltene Nägel, Krallennägel, Nagelpilz und eingewachsene Zehennägel sind andere haufige Nagelprobleme der Füsse.  All diese Beschwerden können durch eine gute  Zusammenarbeit von Arzt und FusspflegerIn / Podologe gelindert oder geheilt werden.  

Formen der eingewachsenen Zehennägel / Unguis incarnatus

Es gibt 5 Formen der eingewachsenen Zehennägel:

1) Eingewachsene Zehennägel bei Säuglingen unter 2 Jahren: Ursache ist eine angeborene, zu kurze Nagelplatte. Behandlung erfolgt vom Kinderarzt ohne Operation durch Bäder, Cremes, Nagelbettpflege

2) Eingewachsene Zehennägel bei Kindern: davon gibt es zwei Formen. Zum einen Einwachsen des Nagels bei zu grossem mittlerem seitlichen Nagelwall, zum Zweiten Einwachsen des Nagels bei einer Seitverkrümmung der Längsachse des Grosszehs. Behandlung erfolgt entweder äusserlich oder durch Operation beim Kinderchirurgen

3) Eingewachsener Zehennagel beim Jugendlichen: Ursache sind entweder ein zu kleines Nagelbett in der Wachstumsphase oder ein zu stark gewachsener, oft trapezförmiger Nagel. Auch eine Rotationsdrehung des Grosszehendglieds, ein zu dünner Nagel bei dickem Nagelbett, starkes Schwitzen, falsches Schneiden des Nagels, bestimmte Sportarten, enge oder hochhackige Schuhe usw können Auslöser sein. Letzlich kommt es immer zu einer Verletzung des Nagelbetts, einer relativen Kompression des Zehenendglieds und danach einer Entzündung des Nagelbetts. Behandlung durch Operation beim Chirugen oder bei uns in München .

4) Eingewachsener Zehennagel des Erwachsenen: meist bei verdickten, zu harten oder zu stark gekrümmten Zehennägeln der Grosszehen. Auch beim Erwachsenen sind häufige zusätzliche Auslöser das falsche Schneiden der Nägel, Verletzungen beim Nagelschneiden oder Sport usw wie oben. Behandlung durch Operation beim Chirurgen oder bei uns in München

5) Eingewachsener Zehennagel durch Unfall oder Operation: falsche Nageloperationen oder unfallbedingte Verletzungen des Nagels verursachen oft chronische Nagelbettentzündungen. Behandlungsversuch äusserlich, aber auch durch Operation

Der eingewachsene Zehennagel: die Krankheitsstadien

Die Entwicklung des Unguis incarnatus erfolgt meist in 3 Stadien:

1) Rötung, Schwellung, Schmerz bei Druck auf den mittleren, weniger oft seitlichen Nagelwall. Der seitliche Anteil des freien Nagelrandes gräbt sich in den Rand des Nagelbetts ein, eine Entzündung des Gewebes ist die Folge, welches die Schwellung und damit das Problem verstärkt. Der Patient oder eine Fusspflegerin versucht häufig,  den eingespießten Nagelsporn so tief wie möglich herauszuschneiden. Leider führt diese schmerzhaft Procedur oft dazu, dass ein feiner, spitzer Nagelanteil seitlich zurückbleibt. Beim Nachwachsen des Nagels gräbt sich diese Spitze immer weiter ein und verschlimmert das Problem.

2) Infektion, Vereiterung: der eingewachsene Nagel ist ein Fremdkörper, der sich mit Bakterien besiedelt, die Entzündung aufrecht erhält und verschlimmert. Rasch kann eine eitrige Nagelwallentzündung entstehen

3) "Wildes Fleisch": durch den chronischen Entzündungsreiz entsteht Granulationsgewebe und eine Hypertrophie/Vergrösserung des entzündeten Nagelwalls. Dieses oft monate- oder gar jahrelang bestehende, blutende, eitrige, im Volksmund "wildes Fleisch" genannte Wundgewebe kann vernarben und bleibt dann bestehen. 

Chirurgische Nageloperation: die Emmert Plastik

Mit den Begriffen "Emmert-Plastik", "Emmert-Exzision" oder "OP nach Emmert" wird in der Chirurgie die gebräuchlichste chirurgische Technik der Operation des eingewachsenen Zehennagels bezeichnet. Meist wird darunter die keilförmige Ausschneidung von einem Drittel des betroffenen Nagelrandes in Kombination mit Entfernung des "wilden Fleisches", Eröffnung und Auskratzen der Nagelwachstumszone und Direktnaht der Operationswunde verstanden. Um die Qualität dieses Verfahrens oder anderer Methoden zu beurteilen, sollte man 4 Kriterien berücksichtigen: 1) wie schmerzhaft ist das Verfahren für den Patienten? 2) wie häufig kommt es zu einem Rezidiv, d.h. wie oft muss noch einmal operiert werden? 3) wie lang ist die Abheilungszeit? 4) wie oft gibt es Nachinfektionen? Leider haben viele Patienten aufgrund unzulänglicher Methoden der Anästhesie und zu radikaler Operationstechnik schlechte Erfahrungen mit der Emmert- Operation gemacht. Viele unserer Patienten berichten angstvoll von sehr schmerzhaften Betäubungsspritzen und grossen Schmerzen während der Operation. Dies hat diese Operationstechnik etwas in Verruf gebracht, obwohl sie bei gekonnter Durchführung sehr gute Erfolge liefert. 

Ein kleiner historischer Exkurs: der Begriff "Emmert-Plastik" hat sich so verselbstständigt, dass der Begriff v.a. im amerikanischen Schriftum oft falsch als "Emmet-Plastik" auftaucht. Dabei hatte der New Yorker Gynäkologe Emmet mit dieser Operation überhaupt nichts zu tun. Der Name geht tatsächlich auf den Berliner Chirurgen Prof.Dr. Carl Emmert zurück. Dieser hatte schon 1869 die oben genannten 3 Stadien des eingewachsenen Nagels beschrieben und eine Operationsmethode entwickelt, welche auf ein grosszügiges Ausschneiden des Nagelwalls vertraute. Die erste ausführliche Beschreibung in deutscher Sprache stammt aber von dem Berliner praktischen Arzt H.S. Michaelis von 1830.  Aus der Antike ist das Krankheitsbild des eingewachsenen Nagels nicht bekannt, möglicherweise wegen der damaligen Sandalen-Mode. Im byzantinischen Mittelalter und in Arabien wurden dagegen zwischen den Jahren 600 und 1000  mehrere gelehrte Werke dazu geschrieben. Fast alle alten Chirurgen machten ihre eigenen, teils äusserst phantasievollen Behandlungsvorschläge gegen Unguis incarnatus: Ausschneiden und Ausbrennen, Einlegen von Wachs, Leinwandwalzen, Presschwämmen, Kohle, Bleizucker, Zinkblumen, Alraun, Jod, Ätzkali... Prof. Emmert selbst schnitt den seitlichen Nagelrand und Nagelwall vollständig heraus, kümmerte sich aber nicht um die Nagelwachstumszone (Matrix). Die heutige chirugische "Emmert-Plastik" entspricht also nicht dem historischen Verfahren von Prof. Emmert.

Die Phenol-Matrixablation des Unguis incarnatus/ eingewachsener Nagel

Wir wissen heute, dass die Verödung der Nagelwachstumszone entscheidend für den Erfolg der Operation ist. Als Alternative zur operativen Entfernung oder dem Auskratzen/Kurettieren der Nagelmatrix ist schon lange die sogenannte Phenol-Verödung bekannt. Dabei wird die Chemikalie Phenol auf das freigelegte Nagelbett aufgetragen. Das Phenol zerstört die Matrixzellen chemisch, sodass kein Nagel nachwachsen kann. Ein Nachteil der Phenolverödung ist eine etwas höherer Infektionsrate nach der Operation. Phenol ist nur schwer erhältlich und medizinisch nur noch für diese Behandlung gebräuchlich und zugelassen.

Eingewachsener Zehennagel und Nagelbettentzündung: unsere Laser Operation

Eine moderne Behandlung eines eingewachsenen Nagels erfolgt u.E. in Zusammenarbeit von Arzt und Fusspflegerin durch Bäder, Salben, Mullstreifen, ev. Antibiotika, Nagelkürzen und eventuell durch eine modifizierte, schonende Nageloperation. Die Entfernung des ganzen Nagels ist dabei fast nie notwendig. Sie ist auch überflüssig, denn der gesunde Anteil des Nagels sollte erhalten werden. Wir bereiten jede  Nageloperation sorgfältig vor, um die Infektionsgefahr und Schmerzhaftigkeit zu vermindern.  Durch eine besondere Anästhesietechnik können wir die örtlicher Betäubung des Zehs schmerzlos durchführen.  Bei richtiger örtlicher Betäubung ist auch die Operation völlig schmerzfrei. Prinzipiell lösen wir bei unserer Methode den Teil des Nagels, der sich in das Nagelbett gebohrt hat, mit Spezialinstrumenten heraus und entfernen ihn vorsichtig. Dabei sollte möglichst wenig Gewebe zerstört werden. Eine keilförmige Nagelbettentfernung ist meines Erachtens fast immer überflüssig. Granulationsgewebe wird selten operativ, meist chemochirurgisch entfernt. Eine Besonderheit unserer modernen Operationstechnik ist die Verwendung eines ablativen Laser zur Verödung der freigelegten Nagelwachstumszone. Im Gegensatz zur "Schnitt-Operation" wird dabei das Nagelbett nicht aufgeschnitten, sodass die Abheilung viel rascher erfolgt. Mit der Laseroperation schaffen wir Platz zwischen Nagelrand und Nagelbett, damit die scharfe Nagelkante den Randwall des Nagels nicht mehr verletzen kann. Ohne Verödung ist die nächste Entzündung vorprogrammiert. Da die Laserverödung berührungsfrei und gewebeschonend ohne Schnitt erfolgt, ist das Verfahren viel schonender als die Schnittoperation. Diese Laseroperationstechnik haben wir über Jahre immer weiter verfeinert.  Danach wird der Zeh mit einem kleinen Verband versorgt - der in jeden bequemen Schuh passt. Wenn die örtliche Betäubung nachlässt, sollten die quälenden Schmerzen der Nagelbettentzündung bereits abgeklungen sein. 

Fazit: Laseroperation des Zehennagels - sicher, schonend, schmerzarm

Es gibt viele wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Laseroperation des eingewachsenen Zehennagels. Sie bestätigen, dass die Laseroperation sicher, schonender und schmerzärmer ist als die chirurgische Operation. Dies sind auch unserer Erfahrungen. Beispiele aus Studien sind zB Tada H et al: Clinical comparison of the scanning CO2 laser and conventional surgery in the treatment of ingrown nail deformities. J Dermatolog Treat 2004 Dec 15(6): 287-90. Kürzlich wieder bestätigt in einer Studie des SRFT Spital Wattwil Chirurgische Klinik, Schweiz, Dr S. Habelt.

Wir operieren heute nur noch mit diesem besonders schonenden Verfahren, da es schnellere, schmerzärmere und rascher heilende Erfolge ermöglicht. 

Fazit: eingewachsene Zehennägel sind heilbar. Vereinbaren Sie einen Behandlungstermin unter Tel 089-677977 

 

Ihre dermaPraxis Dr Bresser, Peschelanger 11, 81735 München, Tel 089-677977, www.drbresser.de 

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