Dr. med. Harald Bresser

Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Facharzt für Anästhesiologie

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Fett-weg-Spritze mit
Injektionslipolyse 

Wie funktioniert die Fettwegspritze oder Lipolyse? Was unterscheidet die Fett weg Spritze von der Liposkulpture? Was sind Erfolge, Risiken, Nebenwirkungen, Preise und Kosten der Fett-weg-Spritze?
von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München
 
Die sogenannte Fett-Weg-Spritze zählt zu den interessantesten neuen Themen der ästhetischen Medizin. Manche sehen in ihr eine Revolution in der Behandlung von Fettpolstern. Optimisten glauben, dass diese Spritze in der Zukunft die Fettabsaugung teilweise ersetzen wird. Andere Ärzte warnen vor den unberechenbaren Risiken der Behandlung. Auf den folgenden Seiten finden Sie den aktuellen medizinischen Wissenstand und unsere Praxiserfahrungen zu diesem Thema.
 
Was ist die "Fett-weg-Spritze?"
Der Ausdruck "Fett-weg-Spritze" wird in der Öffentlichkeit für ein Behandlungsverfahren gegen überflüssige Fettpolster verwendet. Dabei wird eine bestimmte Medikamentenmischung in Fettdepots gespritzt, die sich dadurch verkleinern oder auflösen. Der medizinisch-wissenschaftliche Ausdruck lautet "Injektionslipolyse" oder "Lipolyse", in Amerika manchmal auch "Lipodissolvation". Volkstümlich wurde der Begriff "Fett-weg-Spritze".

 
" Was versteht man unter Lipolyse? "
Lipolyse heisst "Fettauflösung". Auf biochemischem Weg soll Fett aufgelöst werden. Im Gegensatz dazu wird bei der klassischen Fettabsaugung das Fett mechanisch oder physikalisch (von Hand, mit Ultraschall, Laser o.ä.) aus seiner Verankerung gelockert und entfernt. Zur biochemischen Lipolyse verwendet man im allgemeinen ein Medikament namens Lipostabil ®. Lipostabil® wird aus Sojabohnen gewonnen und enthält sog. Phospholipide (genauer: 93% 3-sn-Phosphatidyl-Cholin) sowie Zusatzstoffe, die für den Effekt wichtig sind. Lipostabil ® ist in Tablettenform zur Senkung der Blutfette und bei intravenöser Gabe zur Vorbeugung und Behandlung von Fettembolien in Deutschland als Medikament zugelassen.

 
"Wer hat die Fett-weg-spritze entwickelt?"
In der Vergangenheit haben sich viele Ärzte mit der Idee einer chemischen Fettauflösung beschäftigt: zur Lösung sowohl medizinischer als auch ästhetischer Fragestellungen. Erstmals wurde 1988 vom Italiener Dr. Maggiore über die Auflösung von Xanthelasmen (siehe Stichwort "Xanthelasmen") mit Lipostabil berichtet. Mitte der 90iger Jahre begann die die brasilianische Ärztin Dr. Patricia Rittes damit, Phosphatidylcholin in ästhetisch störende Fettpölsterschen zu spritzen. Wenn dieser Stoff im Blut den Fettspiegel senkt - warum nicht den Versuch wagen, auch im Fettgewebe unter der Haut das Fett zum Verschwinden zu bringen? Sie besitzt bis heute grosse Erfahrung mit der Lipolyse und hat - nach eigenen Angaben - viele Tausend Menschen damit behandelt. In Südamerika ist das Verfahren relativ rasch populär geworden; in Nordamerika und Europa konnte es sich lange nicht durchsetzen, da es kaum wissenschaftliche Veröffentlichungen dazu gab und die Anwender das "Geheimnis" der Fett-weg-Spritze für sich behielten. Erst durch Fortbildungskurse interessierter Ärzte bei Dr. Rittes wurde die Methode auch in Europa bekannt. 2003 wurde das "Netzwerk Lipolyse" gegründet, in dem europäische Ärzte ihre Erfahrungen zusammentragen. Nahezu alle heute im deutschsprachigen Raum damit arbeitenden Ärzte erhielten die Anregung zur Lipolyse durch die Arbeiten von Dr. Rittes. Individuelle Weiterentwicklungen des Verfahrens gibt es einige, wobei die Behandlungshinweise des Netzwerkes wahrscheinlich am besten wissenschaftlich begründet sind.

 
"Wann ist die Fett-weg-Spritze sinnvoll?"
Auch viele normalgewichtige Menschen haben ihre "Problemzonen": Körperstellen, an denen sich trotz Sport und vernünftiger Ernährung unschöne Fettpölsterchen bilden. Wo vernünftige Ernährung und Sport nicht helfen, lassen sich grössere Fettansammlungen noch immer am besten durch Fettabsaugung beseitigen. Die Fett-weg-Spritze dagegen ist geeignet für alle kleineren Fettdepots, zum Beispiel an Oberschenkeln, Bierbäuchlein, Hüftring, Doppelkinn oder Tränensäcke, für Fettansammlungen im Nasen-Lippen-Bereich, der männlichen Brust, im Bereich der Oberschenkel, Knie und Unterschenkel, der Fesseln, im Brust-Bauch-Hüft-Bereich sowie zur Modellierung unterschiedlicher Problemzonen. Die Spritze ist nicht dazu geeignet, an Gewicht abzunehmen. Die Behandlung eignet sich also am besten für normalgewichtigen Menschen mit Problemzonen.

 
"Wie wirkt die Fett-Weg-Spritze?"
viele Informationen über den genauen Wirkmechanismus der Fettwegspritze finden Sie unter folgendem Stichwort: Lipolyse.

 
"Kann ich mir die Fett-Weg-Spritze selbst einspritzen?"
Vor einer Selbstbehandlung mit Lipostabil® ist dringend zu warnen. Der Wirkstoff selbst, das natürliche Lecithin aus Sojabohnen, ist zwar - an der richtigen Stelle - völlig harmlos. Die fast immer auftretenden Nebenwirkungen müssen aber von einem erfahrenen Anwender beurteilt und gegebenenfalls behandelt werden. Die Fett-weg-Spritze enthält neben Lipostabil ® verschiedene andere Zusätze, um die Verträglichkeit und die Wirkung zu verbessern. Für die Sicherheit und den Erfolg ist sehr wichtig, dass in die richtige Gewebsschicht hineingespritzt wird. Keinesfalls sollte die Haut, eine Sehne, ein Muskel oder das Bindegewebe getroffen werden. Wir wissen noch nicht, welche Wirkung das Lecithin dort hat. Mikroskopisch sieht man im Fettgewebe eine Kolliquationsnekrose ohne Gangränisierung oder Granulomgewebe. Muskeln oder Faszien werden deutlich irritiert, aber nicht aufgelöst. Auch Nerven sind mit Phospholipiden ummantelt; allerdings ist deren Sphingomyelin gegen die "auflösende" Wirkung von Lipostabil resistent. Bei der Injektion ist eine bestimmte Spritzen-Technik zu beachten, damit der Erfolg eintritt. Auch die Menge sollte weder zu hoch noch zu gering sein. Ärzte erlernen die Behandlungsmethode in eigenen Fortbildungskursen.

 
"Wie oft wird behandelt?"
Eine Behandlungssitzung dauert ca. 15 bis 40 Minuten. Sie wird ambulant durchgeführt. Über den Abstand zwischen den Behandlungen gehen die Meinungen auseinander. Die - auch heute noch übliche - "brasilianische" Methode propagiert Behandlungsabstände von 2 - 4 Wochen. Dies war bis vor kurzem auch im Netzwerk Lipolyse üblich. Heute spritzen Netzwerk-Ärzte im allgemeinen die 2. Spritze erst nach 8 Wochen, da der Fettabbau bis 8 Wochen dauern kann und die Nebenwirkungen so geringer seien. Für einen optimalen Erfolg kann die Behandlungen je nach Körperstelle und aufzulösender Fettmenge mehrfach wiederholt werden. Nicht selten genügt aber bei richtiger Anwendung, ausreichend hoher Dosierung, richtiger Mischung und richtiger Spritztechnik auch eine Behandlung. Nach veröffentlichten Zahlen sind 17% der Patienten nach einer Behandlung zufrieden, 72% nach zwei Behandlungen. Wie bei jeder ästhetischen Behandlung kann aber kein Arzt den Erfolg nach einer oder mehreren Behandlungen garantieren, da auch die Art des Fetts und andere individuelle Faktoren den Erfolg beeinflusst.

 
"Ist die Behandlung schmerzhaft?"
Man spürt lediglich ein leichtes Brennen und einen Druck im Bereich der Einstichstellen. Der Einstich ist - an den meisten Stellen - erstaunlich schmerzarm und wird durch Verwendung von speziellen Injektionsadaptern noch schmerzärmer. Schwellungen und Rötungen an den Einstichstellen sind üblich und entstehen sehr rasch. Die obligatorischen Nebenwirkungen werden an anderer Stelle erläutert.

"Wieso liest man so viele ablehnende Stimmen von Schönheitschirurgen?"
Beim Bekanntwerden der Lipolyse in Europa etwa 2003 distanzierte sich die Herstellerfirma Nattermann von der Anwendung von Lipostabil ® bei ästhetischen Problemen. Da es keine Zulassung für diese Anwendungsform gibt, musste sich die Firma so verhalten. Vor allem einige Fachgesellschaften der Plastischen Chirurgen veröffentlichten sehr rasch ablehnende Stellungnahmen - über die Gründe kann man trefflich spekulieren. Böse Zungen behaupten, dass mancher Schönheitschirurg befürchtete, dass die Fett-weg-Spritze die Nachfrage nach der wesentlich teuereren Fettabsaugung vermindern könne.
Mit Verweis auf den fehlenden wissenschaftlichen Hintergrund wurde den eigenen Mitgliedern eine juristische Unterstützung für den Fall der Anwendung versagt - obwohl dies bei anderen Verfahren mit ähnlich schmaler wissenschaftlicher Datenbasis nicht geschah. Auch offensichtlich unseriöse Aussagen wurden getätigt; die Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen sprach sogar davon, dass mit dem Sojaprodukt die "Erbsubstanz des Menschen gefährdet" sei, da beim Abbau im Gewebe keimschädigende Substanzen entstünden. Es wurde allerdings nicht erklärt, wieso diese Risiken bei anderen, zugelassenen Anwendungsarten nicht bestünden. Auch vor Dellenbildungen und Zysten wurde gewarnt. Konkrete Beweise für diese Behauptungen wurden keine vorgelegt - weder gab es geschädigte Patienten noch gibt es in der medizinischen Literatur Berichte über diese Nebenwirkungen. Inzwischen wurden dem Verband solche Behauptungen gerichtlich untersagt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärte schriftlich am 13.8.2004, dass sich in entsprechenden Zulassungsverfahren "keine teratogene oder genotoxischen Effekte" im Wirkstoff zeigen ließen. An der Universitätskinik Wien wird derzeit eine umfangreiche Studie über die Wirksamkeit der Fett-Weg-Spritze erstellt. Der wissenschaftliche Leiter bestätigte schriftlich, dass Behauptungen über genetische Auswirkungen des Wirkstoffs Phosphatidycholin jeder Grundlage entbehren.
Ästhetisch und operativ tätige Dermatologen waren in ihren Kommentaren von Anfang an zurückhaltender und offener. Immerhin wird mit der Lipolyse in ihrem Spezialgebiet, dem Haut- und Unterhautfettgewebe, gearbeitet.
Fazit: Wissenschaftlich bestehen bisher keine Hinweise auf ernsthafte Gefahren der Lipolyse - solange sie kompetent und seriös vom Facharzt ausgeführt wird. Es sollte kein künstlicher Gegensatz zwischen Fettabsaugung und Lipolyse aufgebauscht werden: beide haben ihre Berechtigung und lösen unterschiedliche Probleme. Im folgenden e
inige Literaturhinweise für wissenschaftlich interessierte:
Palmer Mark et al: Clinical experience and safety using phosphatidylcholin injections for the localized reduction of subcutaneous fat: a multicentre, retrospective UK study. J Cosm Dermatol , 2006; 5: 218-226
Myers Paul: The cosmetic use of phosphatidylcholine in the treatment of localized fat deposits; Cosm Dermatol 2006; 19/6: 416-420
Rein Peter: Injektionslipolyse mit Phospatidylcholin; Der Deutsche Dermatologe2006; 9: 619-620
Auf der Webseite des Netzwerks ist eine umfangreiche Literaturliste mit weiteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen einsehbar.

 
"Welche gesundheitlichen Risiken bestehen bei der Behandlung?"
Ernsthaftere Nebenwirkungen sind trotz tausendfacher Anwendung zur Lipolyse bisher nicht gemeldet worden. Es gibt häufige, aber harmlose Nebenwirkungen. Da es bei der Behandlung zur Entzündung und zur Zerstörung von Fettzellen kommt, sind folgende Nebenwirkungen möglich:
1) Juckreiz, Schmerzen, Rötung und deutliche Schwellung für einige Tage treten nahezu immer auf
2) selten können diese Beschwerden länger anhalten oder stärker sein als üblich
3) nach dem Einspritzen kann es vorübergehend zu einem Blutdruckabfall und daher zu Schwindel oder Kreislaufproblemen kommen
4) Blutergüsse können entstehen
5) Infektionen sind sehr selten, aber wie bei jedem operativen Eingriff nicht ausgeschlossen
6) ein Sojageschmack wird häufig für einige Tage nach der Injektion geschildert
7) es kann weniger Fett aufgelöst werden, als Sie es sich erhoffen
8) in seltenen Fällen können Unregelmässigkeiten auftreten
9) das Vorkommen von seltenen, bisher vielleicht unbekannten Nebenwirkungen kann nicht ausgeschlossen werden.

 
"Wirkt die Fett-weg-Spritze überhaupt?"
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Spritze wirkt. Wissenschaftliche Veröffentlichungen dazu sind widersprüchlich. Einige Studien konnten keine Erfolge reproduzieren; die meisten Untersuchungen zeigen eindeutige Verminderung der Fettmengen. Die Ärzte im Netzwerk Lipolyse tragen ihre Erfahrungen zusammen; die Erfolge sind eindeutig. Zur Zeit noch laufende, größere klinische Studien in Deutschland und Österreich scheinen die positiven Untersuchungsergebnis zu bestätigen. Viele Berichte über einzelne Behandlungen und Mitteilungen auf wissenschaftlichen Kongressen und im Internet bestätigen die Wirksamkeit.

In Chatrooms im Internet kann man sehr unterschiedliche Meinungen dazu finden. Neben euphorischen Erfolgsberichten stehen Schilderungen von ernüchternden Fehlschlägen. Man sollte dabei nicht vergessen, dass die - vielen - zufriedenen Patienten meist keinen Grund sehen, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen, während die unzufriedenen Patienten ihre Enttäuschung viel eher warnend weitergeben. Es gibt auch nach unserer Erfahrung eindeutig einige Menschen, bei denen die Lipolyse keine wirklich überzeugenden Erfolge zeigt. Die meisten "Fehlschläge" sind aber nach unserer Erfahrung durch falsche Anwendung / Dosierung / Zusammensetzung des Medikamentes zu erklären. Und eines gilt für alle ästhetischen Behandlungen: misstrauen Sie jedem Arzt, der Ihnen ein garantiert völlig problemloses und ganz sicher zufriedenstellendes Verfahren "verkaufen" will - dieses Wundervererfahren gibt es nicht.
"Wann darf nicht behandelt werden ? " - Kontraindikationen
Die Behandlung ist nicht möglich, falls bei Ihnen folgende Probleme vorliegen: Störungen der Blutgerinnung, Allergien gegen Sojaprodukte, eine Schwangerschaft, Lebererkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder sonstige ernste innere Erkrankungen. Auch die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (Markumar, ASS usw), starken Herzmitteln usw. müssen Sie uns mitteilen, da dies zu Komplikationen führen könnte.

 
"Wie läuft die Behandlung ab?"
Die ambulante Behandlung selbst ist mit 15 bis 30 Minuten Dauer kurz, preiswert und beinah schmerzlos. Die Medikamentenmischung wird mit einer feinen Nadel in einer speziellen Technik direkt in das ungewünschte Fettgewebe gespritzt. Druckschmerzhaftigkeit des Gewebes und Schwellung klingen nach einigen Stunden bis Tagen ab. Nach ca. 2 - 4 Wochen bemerkt man im allgemeinen die ersten Effekte - Verminderung der Fettpolster. Nach 2 - 8 Wochen wird die Behandlung gegebenenfalls wiederholt - solange, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

 
"Was kostet die Behandlung?"
Die Behandlungen werden im allgemeinen pro Sitzung abgerechnet. Oft sind mehrere Sitzungen notwendig; meist werden 2-3 Behandlungen erfolgen. Die gesamten Kosten richten sich nach der Zahl der Einspritzungen und der Zahl der Sitzungen. Man sollte mit Kosten zwischen 250 und 900 Euro rechnen.
Die erste Sitzung kostet im allgemeinen zwischen 250 E und 350 E - je nach Aufwand. Die Folgesitzungen werden meist mit ca. 150 E bis 300 E berechnet.
Es handelt sich um ungefähre Kosten, die erst nach Vorgespräch und Untersuchung genau festgelegt werden können.

 
"Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?"
Bisher übernimmt keine Kasse die Kosten, falls die Lipolyse aus rein ästhetischen Gründen verwendet wird. Wir haben allerdings bei der Behandlung von Lipomen für einige Privatpatienten die Kostenübernahme erreichen können. Vor jeder Behandlung muss der Arzt darüber aufklären, dass die Kosten vom Patienten getragen werden müssen.

 
"Pro und Contra Fettabsaugung - Lipolyse" 
Die Vorteile der Lipolyse im Vergleich zur Fettabsaugung liegen auf der Hand: im Vergleich zur Fettabsaugung sind die unmittelbaren Risiken bei der Fett-Weg-Spritze sehr gering. Todesfälle hat es noch nie gegeben - die Fettabsaugung kann sehr wohl tödlich enden (v.a. die sogenannte "trockene" Absaugung in Vollnarkose). Bei der Lipolyse kann der Arzt ganz gezielt hartnäckige Fettzellen behandeln, die bisher jeder Diät und allen sportlichen Bemühungen getrotz haben. Auch kleine Dellen nach einer früheren Fettabsaugung lassen sich per Spritze korrigieren. Die Kosten sind natürlich deutlich niedriger als bei einer Fettabsaugung. Die Nachteile der Lipolyse liegen v.a. darin, dass das Ergebnis nicht wirklich vorausberechnet werden kann; kein Arzt kann genau sagen, wieviel Fett pro Behandlung verschwinden wird. Die erwähnten Nebenwirkungen (Rötungen, Schwellungen, Jucken oder Brennen an den Einstichstellen) sind deutlich geringer als nach der Fettabsaugung, bei der alle Risiken einer Operation zu tragen sind. Letztlich kann auch niemand mit Sicherheit behaupten, ob nicht auch bei der Lipolyse heute noch unbekannte Nebenwirkungen auftreten könnten. Auch ist der Effekt manchmal weniger ausgeprägt, als es gewünscht wurde. Besonders Menschen mit grösseren Fettansammlungen sind öfters enttäuscht, dass nicht mehr Fett "wegschmilzt". Die Vorteile der Fettabsaugung (in geübter Hand) sind ebenfalls eindeutig: grössere Fettmengen lassen sich gezielt und unter definierten Bedingungen entfernen. Richtig angewendet, ist die Fettabsaugung in Tumeszenzanästhesie ein sicheres Verfahren. Fazit: beide Verfahren haben ihre Berechtigung und ersetzen sich nicht gegenseitig.

 
"Was kann ich zusätzlich tun?"
Natürlich sollte man zusätzlich zur Behandlung alle Möglichkeiten nutzen, um überflüssiges Fett auf natürliche Weise zu beseitigen. Die beiden wesentlichsten Bausteine sind selbstverständlich eine ausgewogene, bewusste und gesunde Ernährung und regelmässiger Sport. Nähere Details dazu unter Stichwort "Anti-Aging-Medizin" auf dieser Webseite, in meinem Buch "Jung für Immer" und dem "Botox-Buch".

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen Ihre Fragen zur Fett-weg-Spritze beantworten konnten. Wir sind der Meinung, dass medizinische Informationen auch zu neuen Behandlungsverfahren öffentlich diskutiert werden sollten. Geheimniskrämerei widerspricht dem ärztlichen Ethos. Bei vernünftiger Aufklärung, kompetenter Durchführung und Beachtung der geschilderten Vorsichtsmassnahmen wird die Lipolyse auch bei Ihnen zu einem guten Ergebnis führen.

Ihr Praxisteam Dr. H. Bresser
Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de
 
Diese Seite dient der Information unserer Patienten. Jede Vervielfältigung, auch ausschnittweise, ist nur für den persönlichen Gebrauch erlaubt. Copyrigt Dr H Bresser, München
 


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