Dr. med. Harald Bresser, Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Facharzt für Anästhesiologie

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Praxis
Dr. med. Harald Bresser
Anästhesiologen
in München auf jameda
Dr. med. Harald Bresser, von sanego empfohlen

Asthma bronchiale

von Dr. med. Harald Bresser, Hautarzt, München

"Was ist Asthma?"

Asthma ist eine häufige Krankheit der Lungenschleimhaut. Asthma kann durch Allergien ausgelöst werden, aber auch andere Ursachen haben: Zigarettenrauch, Infekte, Überempfindlichkeit der Lunge gegen Chemikalien und Kälte, innere Lungenkrankheiten, Staublunge uvm. Im folgenden wird nur auf das allergische Asthma eingegangen. Allergischen Reaktionen nicht nur an der Schleimhaut der Nase oder der Augen äussern. Auch die Lungen sind mit Schleimhautzellen ausgekleidet, welche auf genau die gleiche Art allergisch reagieren kann wie Augen oder Nase (siehe auch Stichworte "Hyposensibilisierung" und "Heuschnupfen"). Sowohl Milben, als auch Pollen und alle anderen Schwebstoffe in der Luft, ja selbst Nahrungsmittel können zum Zuschwellen der Lungenbläschen führen. Der Betroffene bemerkt anfangs vielleicht nur einen leichten Husten, vielleicht auch Druck über der Brust. Unbehandelt kann die Atemwegsallergie sich zu lebensgefährlichen Anfällen von Atemnot steigern. Die Behandlung des Heuschnupfens ist u.a. deshalb so wichtig, weil man damit der Entstehung von Asthma vorbeugen kann. 
Die Behandlung dieser Krankheit erfolgt am besten durch einen Spezialisten, also einen Facharzt für Innere Medizin, eventuell sogar durch einen sogenannten Pulmonologen (Lungenfacharzt). Als Allergologe kann ich Ihnen jedoch zusätzliche wichtige Hinweise zu Ihrer Krankheit und der Therapie geben, sofern die Ursache Ihres Asthmas allergischer Natur ist. Die genaue Bezeichnung Ihrer Erkrankung ist "Asthma bronchiale" (Lungenasthma), oder kurz "Asthma". Früher sprach man bei manchen Herzkrankheiten von "Asthma cardiale" oder Herzasthma; dies ist eine gänzlich andere Erkrankung. Asthma ist eine Erkrankung der Lunge, die mit geringer oder starker Luftnot einhergeht. Es ist eine häufige, ständig zunehmende Krankheit. Viele Menschen mit Asthma leiden zusätzlich noch an anderen sogenannte "atopischen Krankheiten": Heuschnupfen, Neurodermitis-Ekzem. Asthma kann sich anfallsweise als starke Luftnot äußern. Andere Asthmatiker leiden eher an einer fast unmerklichen, ständigen Bronchienreizung, ohne daß es zu direkten Anfällen kommt. Beide Asthmaformen müssen sehr ernst genommen werden. 

"Wie entsteht Asthma?"

Wir müssen zwischen den Asthma-Ursachen und den Asthma-Auslösern unterscheiden. Die eigentlichen Ursachen sind 1. erbliche Veranlagung, 2. Allergien 3. Infektionen. Das mehr allergisch bedingte Asthma ist bei Kindern und Jugendlichen häufiger, das nicht-allergische Asthma tritt eher im mittleren Erwachsenenalter erstmals auf. Beim Asthmaanfall geschehen im wesentlichen 3 Dinge: Die Muskeln der Bronchien verkrampfen sich, die Lungenschleimhaut schwillt an und zäher Schleim verstopft die Bronchien. Die Auslöser eines Asthmaanfalls können sehr vielgestaltig - und individuell unterschiedlich - sein: Zigarettenrauch, körperliche Anstrengung (Sport), kalte Luft, Ärger und Stress, Einatmen von Pollen/Staub/Tierhaaren, Nahrungsmittel, Schnupfen usw. 

"Ist Asthma gefährlich?"

Leider kann die Asthmakrankheit sehr gefährlich werden. Manche Menschen sterben an Asthma, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig und konsequent erfolgt. Andererseits schaffen es die meisten Asthmakranken, weitgehend beschwerdefrei ein ziemlich normales Leben zu führen und mit Ihrem Asthma alt zu werden. Viele Hochleistungssportler (Läufer, Schwimmer) leiden an Asthma und stellen trotzdem Weltrekorde auf- bei richtiger Behandlung ist Ihr Körper also normal leistungsfähig. Übrigens: manches deutet darauf hin, daß Asthmatiker intelligenter sind als der Durchschnitt der Bevölkerung.

"Ist Asthma heilbar?"

Eine wirkliche Ausheilung der Krankheit gelingt nur in seltenen Fällen, vor allem bei sehr frühzeitiger Behandlung bei Kindern. Weitgehende Erscheinungsfreiheit mit oder ohne Medikamente ist dagegen immer möglich. Ob bei Ihnen (oder Ihrem Kind) eine Hyposensibilisierung, eine Kur oder eine naturheilkundliche Behandlung als Heilungsversuch sinnvoll ist, muß im Einzelfall entschieden werden. "Wundermitteln" sollten Sie eher mißtrauen - häufig enthalten sie verstecktes Kortison. 

"Was kann ich selbst zusätzlich tun, damit die Heilung eintritt?"

Asthma zählt zu den Krankheiten, bei denen die Einstellung des Kranken und seine eigene Aktivität die allerwichtigste Rolle spielt. Ihre Krankheit wird in Zukunft Ihr Leben begleiten; manchmal werden Sie ihrer überdrüssig werden und das Gefühl haben, am liebsten "alles hinschmeißen" zu wollen. In solchen Situationen ist es hilfreich, Kontakt mit anderen Betroffenen zu haben. Viele Einzelschritte dienen dem Ziel, ein weitgehend normales Leben ohne Asthmaanfälle zu führen. Mit Wissen, erlernbarem Verhalten und angepaßter Lebensweise ist dieses Ziel erreichbar. Nehmen Sie sich diese Ratschläge zu Herzen:
  1. Informieren Sie sich möglichst umfassend. Im Buchhandel sind zahlreiche, speziell für Kranke geschriebene Bücher erhältlich, die alle Ihre Fragen beantworten
  2. Suchen Sie sich einen Arzt, dem Sie vertrauen. Sie sollten mit ihm offen reden können, auch wenn Sie z.B. eine seiner Anordnungen nicht befolgt haben oder Medikamente weglassen. Wechseln Sie Ihren Arzt nur, wenn es wirklich nicht zu vermeiden ist.
  3. Schließen Sie sich einer sogenannten Selbsthilfegruppe an. Nähere Informationen, Adressen von Gruppen in Ihrer Nähe finden Sie unter "Service/Links".

"Die Asthmabehandlung"

Am Anfang jeder Behandlung stehen spezielle Untersuchungen der Leistungsfähigkeit Ihrer Lunge: Spirometrie, Bodyplethysmographie usw. Diese Untersuchungen müssen gelegentlich wiederholt werden. Die Asthmabehandlung selbst setzt sich aus vielen Einzelbausteinen zusammen: Vorbeugung, Allergie-Behandlung, Immunstärkung, medikamentöse Dauerbehandlung, Akutmedikamente für den Anfall, Atemgymnastik, Inhalationen, Sprays, Kuren, Entspannungstraining, Behandlung von Infekten usw. Das Hauptziel der Behandlung ist es, dem Asthmaanfall vorzubeugen. Jeder Patient benötigt dafür eine individuelle Kombination dieser Möglichkeiten. Sie müssen beispielsweise lernen: 
  • wie man ein Asthmaspray richtig anwendet und der Pilzbildung vorbeugt 
  • welche Anfallsauslöser zu meiden sind 
  • was im akuten Anfall zu tun ist 
  • ob und welche Medikamente Sie ständig benötigen 
  • was im Fall einer Schwangerschaft zu beachten ist 
  • ob Ihre Berufstätigkeit betroffen ist... 
Diese und viele andere Fragen sollten bei einer vernünftigen Therapie geklärt sein. Nach jahrelanger Gewöhnung an leichtes Asthma oder bei allgemeinem Wohlbefinden wird mancher Kranke etwas sorglos. Sie sollten Ihre Behandlung jedoch nie für längere Zeit unterbrechen oder ändern, ohne mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Ihr Praxisteam Dr H Bresser Peschelanger 11, 81735 München, 089-677977, www.drbresser.de

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